Er war Frankreichs großes Musikidol: Johnny Hallyday ist tot

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Frankreich trauert um den Sänger und Schauspieler Johnny Hallyday. Er starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 74 Jahren. In seinem Heimatland war er eine Legende.

Seine Konzerte galten als Erlebnis: Schweißgebadet rockte Johnny Hallyday sein Publikum über Stunden in die Ekstase. In seiner Heimat wurde der vor Energie strotzende Rock'n'Roll-Veteran so zur Legende. Seine Karriere begann vor über 50 Jahren als Frankreichs Antwort auf Elvis Presley. Seitdem verkaufte er mehr als 100 Millionen Schallplatten, füllte Stadien und eroberte die Herzen der Franzosen wie wohl kein anderer zeitgenössischer Musikstar. Daneben baute er sich eine Schauspielkarriere auf und drehte mit bekannten Regisseuren wie Godard, Costa-Gavras oder Claude Lelouch.

Johnny Hallyday kämpfte in den letzten Jahren immer wieder gegen Krankheiten an. 2009 musste er nach einer Bandscheibenoperation ins künstliche Koma versetzt werden. Ein Jahr später wurde er wegen Darmkrebs operiert. Im März dieses Jahres verkündete er seinen geschockten Fans, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Der Franzose mit belgischem Vater führte ein bewegtes Leben. Doch trotz Alkohol- und Drogeneskapaden, einer versuchten Steuerflucht nach Belgien und vier Ehen haben ihn seine Landsleute immer geliebt. In jedem Franzosen steckt etwas von Hallyday, würdigte Präsident Macron diesen unsteten Charakter nach seinem Tod.