Buschbrände: Schaden über 430 Millionen Euro

Die Menschen, Tiere und Pflanzen Australiens leiden in weiten Teilen des Landes weiter unter Buschfeuern. Die katastrophalen Folgen sind auch finanziell zu spüren.


Nicht nur in der Natur, sondern auch in der australische Staatskasse wird der Brand klaffende Löcher hinterlassen: Nach neuen Angaben des staatlichen Versicherungsrates, hat sich die geschätzte Schadenssumme in nur zwei Tagen verdoppelt. Aktuell liegen die Versicherungsansprüche der Geschädigten bereits bei umgerechnet über 430 Millionen Euro. Die Brände entfachten sich bereits im September, ungewöhnlich früh für diese Region. Dementsprechend groß ist die Fläche, die vom Feuer verwüstet wurde: Über 5,5 Millionen Hektar Land fielen den Flammen bereits zum Opfer.

Känguru-Insel besonders betroffen

Auch die Buschbrände auf der Känguru-Insel im indischen Ozean wüten weiter – und noch ist kein Ende in Sicht. Feuerwehrkräfte versuchen nach Kräften, die Zerstörung einzudämmen, doch weite Teile des einstigen Paradieses für Tiere und Pflanzen ist bereits verwüstet. Jeden Tag verschlingen die gierige Flammen Quadratmeter um Quadratmeter der drittgrößten Insel Australiens und reißen schwarze Schneisen in die Landschaft. Es ist fraglich, wann sich der einstige Rückzugsort für diverse Tierarten von den Bränden erholen wird.

Militär zur Unterstützung geschickt

Australiens Premier Scott Morrison verpflichtete aufgrund der kritischen Lage vor wenigen Tagen Reservisten dazu, die Brandbekämpfung zu unterstützen. Rund 3000 Mitglieder des Militärs befinden sich seitdem im Einsatz. Kritiker werfen Morrison unterdessen vor, die Brandkatastrophe medial ausschlachten zu wollen, weil er die Ankündigung der Hilfe durch die Armee mit Bildmaterial der Brände kombinierte.

Wird die Lage bald noch schlimmer werden?

Die Situation in Australien könnte sich zudem bald noch weiter zuspitzen: Mehrere Brandherde laufen Gefahr, in Kürze zu einem Riesenfeuer zu verschmelzen. So zum Beispiel die Brände in New South Wales und Victoria. In beiden Staaten wurde inzwischen der Notstand ausgerufen. An der Küste helfen Fischerboote dabei, die Bewohner mit lebenswichtigem Wasser zu versorgen. Die Temperatur steigt unterdessen weiter an, Höchsttemperaturen von 50 Grad Celsius werden erwartet. Morrison stockte die finanziellen Mittel zur Bekämpfung des Brandes jüngst um 2 Milliarden Dollar auf und sagte, dass die Feuer wohl "noch Monate brennen werden".

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