Sturmtief "Sabine" wütet über Deutschland

Seit gestern stiftet das Sturmtief „Sabine" auch in Deutschland Unruhe.
War bis in die Nacht vor allem der Nordwesten Deutschlands betroffen, fegt Sabine aktuell durch die Landschaft Süddeutschlands. Die bisherigen Schäden sind bereits immens.



Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein

Zu spüren bekamen das unter anderem die Reisenden der Deutschen Bahn. Das Unternehmen gab am Sonntag bekannt, dass Fernverkehrszüge bis mindestens Montag um 10 Uhr in den Bahnhöfen verbleiben. Gestrandete Passagiere mussten zum Teil in Zügen übernachten. Doch auch im Nahverkehr kam es am Wochenende zu Komplikationen: In Hamburg kollidierte eine U-Bahn mit einem auf den Gleisen liegenden Baum. Die Passagiere kamen jedoch mit einem Schrecken davon: Zu Verletzungen kam es nicht.

A45 Richtung Frankfurt gesperrt

Doch der Sturm hinterließ nicht nur auf den Schienen Deutschlands seine Spuren. Auch auf den Straßen stiftete Sabine Chaos. So ist unter anderem ein Teil der A45 Richtung Frankfurt zur Zeit aufgrund von umgestürzten Bäume gesperrt. Betroffen ist der Streckenabschnitt zwischen dem Kreuz Haben und Hagen-Süd. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte vor Ort, wird die Sperrung noch bis 13 Uhr andauern.

Viele Flüge gestrichen

Sturmtief Sabine sorgte zudem auch im Flugverkehr für einige Turbulenzen. Alleine in München fielen bisher über 420 Flugverbindungen aus. Wann sich der Flugbetrieb wieder normalisiert haben wird, ist momentan noch nicht absehbar. Auch an den Flughäfen in Köln, Düsseldorf und Stuttgart mussten zahlreiche Flieger am Boden bleiben. Insbesondere der Entschluss der Fluggesellschaft Eurowings, bis heute um 10 Uhr beinahe alle Flüge zu streichen, hatte viele Flugausfälle ausgelöst.

Schulunterricht fällt vielerorts aus

Aufgrund der möglichen Gefahren für Kinder auf dem Schulweg, bleiben in einigen Bundesländern die Schulen am heutigen Tag geschlossen. Unter anderem die Länder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen entschieden sich zu diesem Schritt. In Baden-Württemberg können Eltern ihre Kinder vom Unterricht befreien lassen, wenn der Schulweg zu gefährlich ist.

Stromausfälle in Bayern: 50.000 Haushalte betroffen

Seit drei Uhr Morgens hat das Land Bayern mit mehreren Stromausfällen zu kämpfen, die durch Sturmschäden verursacht wurden. Inzwischen sind rund 50.000 Haushalte vom Versorgungsnetz abgeschnitten. Der verantwortliche Stromversorger Bayernwerk AG arbeitet bereits daran, die Schäden zu beheben. Für ganz Süddeutschlands gilt heute die zweithöchste Unwetterwarnstufe, in einigen Regionen Bayerns und Baden-Württembergs sogar die höchste.


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