Berlin: 22-Jähriger rammt 13 Autos

Es ist eine Chaos-Fahrt wie sie die Berliner Polizei sicherlich nicht häufig zu Gesicht bekommt: Ein junger Mann begab sich gemeinsam mit seinem Beifahrer im Stadtteil Neukölln auf eine Spritztour, in dessen Verlauf er mit 13 Pkws zusammenstieß. Ernsthaft verletzt wurde niemand.

Symbolbild: Im Auto des Fahrers wurden mehrere Bierflaschen gefunden.
Symbolbild: Im Auto des Fahrers wurden mehrere Bierflaschen gefunden.

Der 22-Jährige rammte am Freitagabend mit einem Leihwagen, den er sich illegal beschafft haben soll, zunächst einen Golf. Dieser hatte vor einer roten Ampel gewartet, als der gemietete Mercedes von hinten auf ihn auffuhr. Anstatt auszusteigen, legte der Unfallverursacher den Rückwärtsgang ein und bog anschließend ab. Die Ampel war dabei weiterhin rot, es kam wie es kommen musste: Ein Renault Twingo wurde das nächste Opfer in dieser Reihe von Crashs. Anschließend rammt der Mercedes einen Smart, welcher gerade an einem Rettungswagen im Einsatz vorbeifahren wollte. Der Zusammenprall war stark genug, um den Smart gegen den Krankenwagen zu stoßen und dabei eine Notärztin leicht zu verletzten. 

Doch auch von diesen Unfällen ließ sich der Fahrer offenbar nicht aus dem Konzept bringen: Als er weiterfuhr, beschädigte er eine ganze Reihe geparkter Fahrzeuge, darunter zwei Audis, einen BMW, einen Hyundai, einen Opel, noch einen Renault, einen VW, einen Dacia und einen Toyota. 

Verhaftung nach kurzer Flucht

Der verursachte Sachschaden soll dementsprechend immens sein. Genaue Angaben konnte ein Sprecher der Polizei noch nicht machen. Der 22-jährige Fahrer und sein Beifahrer flüchteten nach der Unfallfahrt zu Fuß. Augenzeugen konnten der Polizei jedoch eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters geben. Wenig später nahmen Beamte den jungen Mann fest, er war in sein Zimmer in einem Heim für betreutes Wohnen zurückgekehrt. Ein Alkoholtest ergab rund eine Promille. In dem geliehen Mercedes stellten Beamte zudem mehrere geöffnete Bierflaschen sicher. Wenig später kam der mutmaßliche Täter wieder frei. Er wird sich jedoch in Kürze vor Gericht einem Verfahren wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung stellen müssen.