Bill Gates spricht mit Sandra Maischberger

Er war ein besonderer, zugeschalteter Gast in Sandra Maischbergers Sendung: Bill Gates. Mit ihr spricht er über potenzielle Maßnahmen gegen den Klimawandel und erzählt, was er von Verschwörungsmythen über seine angeblichen Mikrochip-Impfungen hält.

UNSPECIFIED - JUNE 24: In this screengrab, Bill Gates speaks during All In WA: A Concert For COVID-19 Relief on June 24, 2020 in Washington. (Photo by Getty Images/Getty Images for All In WA)
Getty Images/Getty Images for All In WA

Sandra Maischberger redete gestern in ihrer Sendung unter anderem über die Angst vor dem Impfen, über Verschwörungstheorien und darüber, wie Bill Gates seine Privatflugzeuge betankt. Ihre weiteren Gäste waren Pinar Atalay von der ARD, Constanze von Bullion der Süddeutschen Zeitung, Ulrich Reitz vom Sender n-tv und Michael Kretschmer von der CDU.

Bill Gates will auf dem Erdboden bleiben

Der Microsoft-Milliardär sagte im Interview, dass er keine „mars person“ sei und spielte damit auf die Superreichen Elon Musk und Jeff Bezos an, die mit ihren Raketenprojekten das All besiedeln wollen. Gates verfolge eher die Absicht, sein Geld für das Wohl und die Zukunft der Menschen auf Erden einzusetzen. Damit macht er sich bei „Skeptikern“ schnell verdächtig.

Klimakatastrophe und Biokraftstoff im Privatjet

45 Minuten ging das Gespräch mit Maischberger insgesamt. Nur einige Fragen haben es als Zusammenschnitt in die Sendung geschafft. Darunter die Fragen, ob er immer noch ein Nerd sei, er sich manchmal gehen lasse und wie er seiner Frau einen Heiratsantrag gemacht hat.

In seinem neuen Buch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“ verunglimpft er Flugreisen, Stahl und Beton. Doch er selbst bewohne mehrere Immobilien und fliege sogar zur Klimakonferenz mit seinem Privatjet. Zum Ausgleich habe er in ein Unternehmen investiert, das CO2 aus der Atmosphäre filtert und seine Flugzeuge mit Biokraftstoff betankt, sagt der Philanthrop. Das umweltbewusstere Fliegen habe ihn sieben Millionen Dollar extra gekostet.

Will Bill Gates Mikrochips verimpfen?

Bezüglich der Corona-Pandemie äußert sich Gates kritisch über die USA. Deutschland habe da vieles besser gemacht. Darüber hinaus glaubt er, dass sich die Pandemie-Lage in ärmeren Ländern erst 2022 entspannen werde, wenn die reicheren Länder der Erde bis zum Jahresende 2021 mit den Impfungen durch seien. Bezüglich der Angst vor dem Impfen äußert erst er sich verständnisvoll. Impfungen würden „immer kontrovers diskutiert“. Zum Thema Impfpflicht sagt Gates, dass da jedes Land selbst entscheiden müsse. Schließlich vertrauten manche religiösen Führern und andere der Wissenschaft.

Verschwörungstheorien verstehe Gates nur schwer. Manche Unterstellungen seien so fern, dass er gar nicht wüsste, was er darauf antworten solle. Gates versichere Maischberger, dass seine Arbeit im Bereich der Impfstoffe komplett ehrenamtlich sei. Sein Vermögen vermindere sich durch die Ausgaben seiner Stiftung jährlich – er profitiere also nicht von diesen Investitionen.