Brandanschlag in Delmenhorst wegen Corona-Maßnahmen?

Sein Motiv soll Wut gewesen sein: Der mutmaßliche Täter habe nach mehreren Corona-Bußgeldbescheiden einen Brandanschlag auf das Rathaus von Delmenhorst verübt. Zeugen lieferten ihn der Polizei aus.

LOS ANGELES, CALIFORNIA - MAY 30: A man throws a Molotov cocktail on Melrose Avenue in the Fairfax District during demonstrations following the death of George Floyd on May 30, 2020 in Los Angeles, California. The vast majority of protesters demonstrated peacefully. Former Minneapolis police officer Derek Chauvin was taken into custody for Floyd's death. Chauvin has been accused of kneeling on Floyd's neck as he pleaded with him about not being able to breathe. Floyd was pronounced dead a short while later. Chauvin and 3 other officers, who were involved in the arrest, were fired from the police department after a video of the arrest was circulated. (Photo by David McNew/Getty Images)
Symbolfoto von David McNew/Getty Images

Der Mann soll gegen 22:30 Uhr Dienstagabend ein Fenster mit mehreren Glasflaschen zerstört haben. Diese waren als Molotow-Cockails präpariert und lösten im Gebäude ein Feuer aus. Der Vorfall wurde von Passanten beobachtet. Drei von ihnen hielten den mutmaßlichen Täter fest, bis die Polizei anrückte. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro. Das Rathaus könne trotz Beschädigung weiterhin genutzt werden.

Corona-Maßnahmen als Motiv?

Der 30-Jährige gab laut der Polizeisprecherin nach seiner Festnahme an, mehrmals gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen zu haben. Deshalb soll er zahlreiche Bußgeldbescheide erhalten haben. Mit seinem Brandanschlag hätte er seine Wut zum Ausdruck bringen wollen. Jetzt ermitteln die Brandexperten der Polizei und der für politische Kriminalität zuständige Staatsschutz. Die Polizeisprecherin verkündete darüber hinaus, dass auch weitere mögliche Motive untersucht werden. Ob der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft kommt, prüft derzeit die Staatsanwaltschaft Oldenburg. Strafrechtlich sei der Mann bisher noch nicht auffällig gewesen.