Corona-Bußgeldkatalog: Neue Strafen

In der letzten Woche haben viele Bundesländer ihre Bußgelder bei Verstößen gegen die Coronaregeln erhöht. Hier wird es jetzt besonders teuer.

Die empfindlichsten Strafen drohen bei nicht genehmigten Veranstaltungen und wenn versäumt wird, die Impf- und Genesungs-Nachweise zu kontrollieren. Aber auch Verstöße gegen die Maskenpflicht werden teurer. Unter 50 Euro kommt man in keinem Bundesland davon, die Bußgelder reichen aber bis 500 Euro. In Bayern kostet der Verstoß sogar ausnahmslos 250 Euro. In allen anderen Bundesländern gibt es Abstufungen.

Unterschiedliche Strafen in den Bundesländern

Es zeigt sich schnell: Die Bußgeldkataloge sind in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich. Das hängt auch mit den Inzidenzen und Hospitalisierungsraten zusammen. Die Intensivstationen in Bayern und Sachsen sind beispielsweise schon überlastet, während die Lage in Bremen und Hamburg noch recht entspannt ist. Sodann kostet in Sachsen schon eine unzulässige Gruppenbildung im öffentlichen Raum 250 Euro, während in Bremen hauptsächlich Verstöße gegen Veranstaltungsverbote in geschlossenen Räumen geahndet werden. 

Hohe Bußgelder in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Besonders die Angabe von falschen Kontaktdaten kann teuer werden. In Berlin werden dafür sogar bis zu 1000 Euro fällig. Auch Gastronomen müssen in der Hauptstadt aufpassen. Wer in Betrieben, für die eine 2G-Regel gilt, nicht ausreichend kontrolliert, den kostet es bis zu 10.000 Euro. Teurer wird es nur noch in Mecklenburg-Vorpommern. Hier kostet der unzulässige Betrieb einer Freizeit- oder Kultureinrichtung bis zu 25.000 Euro. 

Aktuelle Informationen der einzelnen Bundesländer

Angesichts der hohen Inzidenzen wurden die neuen Bußgelder vielerorts nötig. Zur Klarheit bei Coronaregeln trägt der Bußgeld-Dschungel allerdings nicht bei. Wer sich vergewissern möchte, welche Strafe ihm in seinem Bundesland droht, kann das in den Veröffentlichungen der Landesregierungen nachlesen. Unter diesem Artikel sind alle aktuellen Bußgeldlisten der Bundesländer verlinkt.

Mehr Informationen zu den aktuellen Coronazahlen erhalten Sie zusätzlich im Video.

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westphalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen