Die Wahrscheinlichkeit trotz Impfung an Corona zu sterben

Ein Forscherteam aus Schottland hat ermittelt, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Covid-Erkrankung trotz Impfung zum Tod führt. Hierbei wurden auch mögliche Vorerkrankungen mit einberechnet.

Symbolbild: Getty Images
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Dass eine Impfung gegen das Coronavirus nicht immer vor einer Infektion schützt, ist mittlerweile bekannt. Schuld daran sind in der Regel die aggressiveren Mutanten wie etwa die Delta-Variante. Auch ein schwerer Verlauf von Covid-19 kann trotz Impfschutz nicht immer verhindert werden. Im schlimmsten Fall kann dieser auch zum Tod führen.

In der Regel ist der Verlauf bei Geimpften sehr mild

Die Zahl der Impfdurchbrüche zeigt, dass keines der gängigen Corona-Vakzine einen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion bietet. Auch das Nachlassen des Immunitätsschutzes spielt hierbei eine wichtige Rolle. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärt: "Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet." Die Wahrscheinlichkeit, dass Geimpfte dadurch mit dem Virus in Kontakt kommen, steigt. Aufgrund des Impfschutzes merken die meisten Geschützten die Infektion jedoch nicht, da sie in der Regel einen sehr milden Verlauf durchleben.

Schwerer Verlauf hängt von verschiedenen Faktoren ab

Es ist selten, dass Geimpfte nach einer Infektion schwer an Covid-19 erkranken. Die schottische Studie zeigt, dass nicht alle Geimpften dem gleichen Risiko ausgesetzt sind, einen schweren Krankheitsverlauf aufzuweisen oder sogar daran zu sterben. In der Studie wurde ermittelt, dass 0,007 Prozent bzw. 236 der vollständig Geimpften an Covid-19 starben. Das Durchschnittsalter dieser Patienten lag bei 79,5 Jahren und 61,8 Prozent der Gestorbenen waren Männer. 47 dieser Personen hatten das Vakzin von BioNTech/Pfizer erhalten und 188 den Impfstoff von AstraZeneca. Keiner der Toten aus der Studie hat Moderna verabreicht bekommen, weshalb dieses Vakzin nicht in der Studie berücksichtigt wurde.

Weitere Todesursachen verzeichnet

Bei 97 Prozent der Gestorbenen gab es zusätzlich zu Covid-19 eine weitere Todesursache – durchschnittlich gab es 2,9 Todesursachen. Dazu gehörten chronische Nieren- und Herzerkrankungen, Diabetes mellitus, Vorhofflimmern und chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen. Demnach steigt, laut den Berechnungen der Wissenschaftler, die Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung an Covid-19 zu sterben, mit der Anzahl der Vorerkrankungen. Männer seien dabei 2,7-mal mehr gefährdet als Frauen.