Die wilden Sex-Partys im olympischen Dorf

Sie glauben, bei den olympischen Spielen ginge es den Teilnehmern nur um sportliche Wettkämpfe? Die ehemalige deutsche Weitspringerin Susen Tiedtke packt in einem Interview aus und berichtet von wilden Sex-Eskapaden in den olympischen Dörfern.

SYDNEY, AUSTRALIA - SEPTEMBER 29:  OLYMPISCHE SPIELE SYDNEY 2000, Sydney; FRAUEN/WEITSPRUNG; Susen TIEDTKE/GER  (Photo by Gunnar Berning/Bongarts/Getty Images)
Susen Tiedtke bei einem ihrer Sprünge Photo by Gunnar Berning/Bongarts/Getty Images

Bei den olympischen Spielen folgt ein Höhepunkt dem nächsten - offenbar aber nicht nur in den Stadien. Ex-Weitspringerin und Olympia-Teilnehmerin Susen Tiedtke verriet der Bild pikante Details über die Freizeitgestaltung der Profi-Athleten.

Von Dating-Apps, Sex-Partys und leeren Kondomautomaten

Im kommenden Jahr kämpfen Sportler aus der ganzen Welt in Tokio wieder um die begehrten Medaillen. Auch wenn Bettsport nicht auf der Liste der Disziplinen steht, würden sich die Teilnehmer immer wieder auch abseits der Kamera ordentlich austoben. Dieses Jahr haben die Initiatoren des Wettkampfs eine neue Regel eingeführt. In den olympischen Dörfern - in denen sich die Sportler während der Olympiade aufhalten - dürfen bzw. können die Teilnehmer nicht miteinander intim werden. Zum einen sollen sie einen Zwei-Meter-Abstand zueinander einhalten, zum anderen werden die Aufenthaltsorte der Athleten per GPS überwacht. Gleichzeitig werden im olympischen Dorf ganze 160.000 Kondome verteilt. Für Tiedtke sei dieses Reglement widersprüchlich und unsinnig:

"Für mich ist das eine große Lachnummer, das geht gar nicht. Sex ist immer ein Thema im Dorf. Die Sportler haben ja bei Olympia ihren körperlichen Höhepunkt. Ist der Wettkampf vorbei, wollen sie ihre Energie ausleben, da gibt es eine Party nach der anderen, dann kommt Alkohol ins Spiel. Da kommt es vor, dass man Sex hat und es gibt genug Leute, die das auch anstreben."

Tiedtke hat die Eskapaden ihrer Mitstreiter 1992 in Barcelona am eigenen Leib mitbekommen. So habe es dutzende Partys gegeben. "Da konnte man manchmal kaum schlafen", so die 52-Jährige. Im Jahre 2016 ging es scheinbar besonders heiß her. Die Sportler hätten mehrere Dating-Apps genutzt, um einen netten Zeitvertreib zwischen den Disziplinen zu finden. Zudem berichtete die ARD, dass sämtliche Kondomautomaten vor Ort leergekauft wurden. Vor dem Hintergrund, dass die Veranstalter vor Beginn der Spiele kostenlose Kondome verteilten, klingt dieser Fakt noch unglaublicher.

Sie traf hier ihren zukünftigen Ehemann

Tiedtke selbst hat aus zweierlei Gründen nicht an den Sex-Abenteuern teilgenommen. Ihr Trainer habe von Geschlechtsverkehr abgeraten, da sich "der Körper erst wieder energetisch aufladen" müsse. Obendrein habe Tiedtke ihren zukünftigen Mann Joe Greene, ebenfalls Ex-Weitspringer, kennengelernt und sei deswegen für andere Männer "nicht empfänglich gewesen".