Impfreihenfolge: Astrazeneca für alle

Mehrere Politiker fordern eine Änderung der Impfreihenfolge. Dabei geht es vor allem um den AstraZeneca-Wirkstoff, der für all jene freigegeben werden soll, die sich impfen lassen wollen.

An illustrative image of a hand holding a medical syringe in front of the University of Oxford AstraZeneca logos displayed on a screen.
On Monday, February 1, 2021, in Dublin, Ireland. (Photo by Artur Widak/NurPhoto via Getty Images)
An illustrative image of a hand holding a medical syringe in front of the University of Oxford AstraZeneca logos displayed on a screen. On Monday, February 1, 2021, in Dublin, Ireland. (Photo by Artur Widak/NurPhoto via Getty Images)

"Es kann nicht sein, dass einerseits zu wenig Impfstoff vorhanden ist, aber andererseits AstraZeneca in hohen Zahlen nicht verimpft wird." so Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Winfried Kretschmann, Volker Bouffier und Michael Kretscher, den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen, will Söder nun die Impfreihenfolge für den AstraZeneca-Wirkstoff ändern.

Zahlreiche Impfdosen ungenutzt

Alleine wolle Bayern die Sache nicht angehen, sondern hoffe stattdessen auf eine bundesweite Einigung. Angesichts zahlreicher ungenutzter Dosen soll sich jeder mit AstraZeneca impfen lassen könne, der dazu bereit sei. "Bevor er liegen bleibt, impfen, wer will", sagte Bayerns Regierungschef gegenüber der Bild am Sonntag. Keinesfalls dürften Dosen ungenutzt bleiben oder gar weggeschmissen werden. Söder will damit auch das Tempo bei den Impfungen anziehen. Jeder Tag wäre entscheidend, denn jeder Geimpfte schütze sich selbst und seine Mitmenschen.

Deshalb ist AstraZeneca so unbeliebt

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens war zuletzt in Verruf geraten, da er wegen mangelnder Datenlage nicht für Menschen ab 65 Jahren empfohlen wurde. Für Personen jüngeren Alters ist er jedoch zugelassen und wurde bereits in zahlreichen anderen Ländern erfolgreich und ohne Probleme verimpft.