Neue Erkenntnisse über Ansteckungsgrad von Ungeimpften

Geimpfte haben ein wesentlich geringeres Risiko, einen schweren Covid-19-Verlauf zu erleiden. Wie sieht es jedoch mit der Ansteckungsgefahr aus? Eine neue Studie liefert die Antwort auf genau diese Frage.

Während die Impfstoffe nachweislich vor einer verheerenden Corona-Erkrankung mit Krankenhausaufenthalt und eventuellen Folgeschäden schützen, war lange unklar, wie ansteckend Geimpfte, die sich das Coronavirus eingefangen haben, sein können. Forscher an der University of Oxford werteten nun die Daten von rund 380.000 Corona-Infektionen in Großbritannien aus und kamen zu einem beunruhigenden Fazit: Wenn ein Impfdurchbruch vorliegt, sich also eine geimpfte Person mit dem Coronavirus infiziert, dann ist diese genauso ansteckend wie eine Person, die nicht geimpft wurde. Dies trifft vor allem auf Infektionen mit der inzwischen weit verbreiteten Delta-Variante zu, die auch in Großbritannien zu einem drastischen Anstieg der Corona-Fälle geführt hatte. 

Impfung weiterhin sehr wichtig

Die Studienautoren sehen eine Impfung trotzdem als den wirksamsten Schutz vor dem Coronavirus an, da sie die Wahrscheinlichkeit für eine fatale Entwicklung der Erkrankung sehr stark verringert. Außerdem infizieren sich Geimpfte nicht so schnell wie Ungeimpfte. Wenn es passiert, kann die Viruslast jedoch ebenso hoch sein wie bei Ungeimpften. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Erkenntnisse Konsequenzen für die Impf- und Teststrategien der Regierungen haben werden. 

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