Für Klicks: Youtuber lässt Flugzeug abstürzen

Das Video über den Absturz seines Kleinflugzeuges brachte dem Youtuber Trevor Jacob Millionen Klicks. Doch die werden ihm jetzt zum Verhängnis. Denn der Absturz soll inszeniert gewesen sein.

Für Youtuber Trevor Jacob ist es mit dem Fliegen eines Kleinflugzeuges vorbei. (Symbolbild: Getty Images)
Für Youtuber Trevor Jacob ist es mit dem Fliegen eines Kleinflugzeuges vorbei. (Symbolbild: Getty Images)

“I crashed my Plane“ – schon am schlichten, aber dramatischen Titel des Videos kommt man auf Youtube kaum vorbei. Trevor Jacob fliegt darin an einem sonnigen Tag mit seinem Kleinflugzeug über die Berge Südkaliforniens. Plötzlich hört man ihn fluchen, die Triebwerke stottern, der Pilot Trevor Jacob ist ratlos, weiß nicht woran es liegt. Es sei zu spät, um das Kleinflugzeug not zu landen, heißt es in dem Clip auf Youtube. Also bleibt Jacob nur eine Möglichkeit: Er bringt sich mit dem Fallschirm in Sicherheit. Zum Glück hat er stets einen dabei, wenn er fliegt. Das Kleinflugzeug kracht wenig später in den Wald des Nationalparks Los Padres. Trevor Jacob landet mit seinem Fallschirm in der Nähe der Absturzstelle, um die Kameras zu bergen, die am Flugzeug montiert waren.

Schwere Vorwürfe: Absturz soll inszeniert gewesen sein

Bisher hat „I crashed my Plane” über 2 Millionen Aufrufe auf Youtube. Doch der Erfolg des Clips wird für den Youtuber schnell ein zweischneidiges Schwert. Denn für Flugexperten ist seine Geschichte nicht rund, schnell werden Vorwürfe laut, dass der Absturz inszeniert gewesen sei.

Unter Jubel: Pilot verkündet neue Maskenregel im Flugzeug

Jacob hat beispielsweise keinerlei Maßnahmen eingeleitet, um das Flugzeug in der Luft zu halten. Auch hat er keinen Funkkontakt zur Flugverkehrsstelle aufgebaut, als die Triebwerkprobleme auftraten. Und das Wrack des Kleinflugzeuges konnte auch nicht geborgen werden, Kritiker:innen vermuten, dass Jacob es bewusst verschwinden ließ.

Amerikanische Flugsicherheitsbehörde entzieht Pilotenschein

Jetzt hat die amerikanische Flugsicherheitsbehörde FAA die Vorwürfe bestätigt. Mit ernsten Folgen für den ehemaligen Profi-Snowboarder: Die Behörde entzog ihm bis auf weiteres seine Pilotenlizenz. Er habe seinen Flieger auf eine "rücksichtslose oder waghalsige Weise" betrieben und damit "das Eigentum und Leben anderer gefährdet", so zitiert die New York Times aus dem Brief der FAA.

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