Keine AstraZeneca-Impfungen mehr in Dänemark

Dänemark war das erste Land, das die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca im März aussetzte. Nun geht es noch einen Schritt weiter.

AstraZeneca sorgte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen: Dänemark stellte die Impfungen mit dem Wirkstoff Mitte März vorerst ein, viele weitere Länder folgten diesem Beispiel. Der Grund: Es gab Hinweise darauf, dass der Impfstoff bei einigen Menschen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führt. Die wohl bekannteste dieser Nebenwirkungen ist die Bildung von Thrombosen (Blutgerinnseln) innerhalb von etwa zwei Wochen nach der Impfung, welche in manchen Fällen zum Tod der Betroffenen führten. 

Dänemarks Alleingang

Die World Health Organization (WHO) und die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) haben sich dennoch für eine weitere Nutzung des Impfstoffes ausgesprochen. Im Vergleich zum Nutzen der Impfungen sei das Risiko der Thrombosen äußerst gering. Dänemark traf nun jedoch eine andere Entscheidung.

Die dänische Gesundheitsbehörde kündigte an, dass künftig keine Impfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin durchgeführt werden sollen.

Auch Deutschland zog Konsequenzen, jedoch weniger deutliche: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Verabreichung des Impfstoffes nur noch an Personen, die über 65 Jahre alt sind. In dieser Altersgruppe waren die Thrombosen besonders selten aufgetreten.

Die wichtigsten Infos zeigt auch das Video.