Langzeitstudie zeigt: Wer sich nach bestimmten Mustern ernährt, kann länger leben

Eine gesunde Ernährung steht bei vielen Menschen in den Top-Ten der guten Vorsätze für’s neue Jahr. Eine Langzeitstudie hat jetzt herausgefunden, mit welcher Ernährung wir besonders lange leben könnten.

Eine gesunde Ernährung ist vor allem pflanzenbetont. (Symbolbild: Getty Images)
Eine gesunde Ernährung ist vor allem pflanzenbetont. (Symbolbild: Getty Images)

Theoretisch wissen die meisten, wie gesunde Ernährung funktioniert. In der Praxis stehen dann aber doch mehr die ungesunden Lebensmittel auf dem täglichen Speiseplan. Tatsächlich sind weniger einzelne Lebensmittel relevant, als vielmehr bestimmte Muster, denen wir bei unseren Mahlzeiten folgen.

Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie aus den USA mit 75.000 Frauen und 44.000 Männern, die über einen Zeitraum von 36 Jahren in ihren Ernährungsgewohnheiten beobachtet wurden. Alle vier Jahre bekamen die Teilnehmer dieser “Health Professional Follow-up Study“ einen entsprechenden Fragebogen für die Dokumentation.

Studie bewertet Ernährungsgewohnheiten nach bestimmten Mustern

Grundsätzlich lauten sowohl in den USA als auch in Deutschland die Ernährungsrichtlinien ähnlich: Die Basis bilden viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide. Ergänzend dazu Milchprodukte, Eier und hochwertige Öle. Maßvoll wird der Genuss von Fisch und Fleisch empfohlen. Zucker, Süßigkeiten und gesüßte Getränke sollten weitgehend gemieden werden.

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Leitlinien der Studie bildeten vier verschiedene Ernährungsmuster, denen die Gewohnheiten der Teilnehmer zugeordnet wurden:

1. Die Mittelmeerdiät, bei der viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Fisch gegessen wird, abgerundet von hochwertigem Olivenöl und einem mäßigen Alkoholkonsum.

2. Die pflanzenbasierte Ernährung, wo tierische Lebensmittel und Alkohol vermieden werden.

3. Der in den USA übliche “Healthy Eating Index“, der anzeigt, ob und in welchem Maß die oben genannten Ernährungsrichtlinien befolgt werden.

4. Der abgewandelte “Alternate Healthy Eating Index“, der Lebensmittel und Nährstoffe nach dem Risiko für chronische Krankheiten bewertet.

Schon kleine Umstellungen bei der Ernährung bringen viele Vorteile

Von jedem Teilnehmer der Studie wurden die Ernährungsgewohnheiten diesen vier Mustern zugeordnet und untersucht, wie korrekt sie sich daran gehalten haben. Was die Forscher schlussfolgerten: Je zuverlässiger ein Ernährungsmuster befolgt wurde, umso besser ist auch die Lebensqualität.

Dabei haben schon kleine Schritte einen großen Effekt: Schon eine Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten um 25 Prozent senkt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Demenz zu sterben.

Fazit: Der Versuch, gesünder zu essen, lohnt sich in jedem Fall!

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