„Tapfer": Großbritannien feiert Prinz Harrys Tränen

Der jüngste Spross von Lady Di hat in einem bemerkenswerten Interview über den schwierigen Umgang mit dem Tod seiner Mutter gesprochen. Das hat sogar die Premierministerin berührt.

„Ich stand kurz vor einem kompletten Zusammenbruch", verriet Prinz Harry unter Tränen der Londoner Zeitung The Telegraph. Der 32-Jährige brach mit diesem genauso spektakulären wie ehrlichen Interview ein Tabu der britischen Royals. Lebt doch seine Großmutter ihre Rolle als Queen Mum nach dem Motto „Never complain, never explain": Niemals beschweren, niemals erklären.

In der britischen Öffentlichkeit wurden seine Worte mit großer Bewunderung aufgenommen. Großbritanniens Premierministerin Theresa May sprach sogar von einem „sehr bedeutenden Moment" für die Geschichte des Landes. Und lobte die Tapferkeit des Monarchen, seine lange Zeit unterdrückten Gefühle und psychischen Probleme nach dem Tod seiner Mutter offen zu legen.

In dem Interview verriet Prinz Harry unter anderem, dass er sich erst mit Ende Zwanzig dazu durchgerungen habe, zur Bekämpfung seiner unterdrückten Trauer professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Präsident des Verbands britischer Psychoanalytiker hob deshalb die gesellschaftliche Wirkung des emotionalen Interviews hervor. So habe Prinz Harry mit seiner Prominenz mehr Menschen erreichen können, als er selbst während seiner gesamten Berufslaufbahn.

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