Nazi-Schatz hinter falscher Wand in Argentinien entdeckt

Die argentinische Polizei beschlagnahmt in Buenos Aires eine umfangreiche Sammlung von Nazi-Devotionalien. Experten gehen von Originalstücken aus. Eine Spur führt nach Solingen.

Hitler-Büsten, Reichsadler, Bierbecher mit Hakenkreuzen: Die Polizei von Buenos Aires hat in der argentinischen Hauptstadt eine große Sammlung mit Nazi-Devotionalien ausgehoben. Gefunden wurden die abgründigen Stücke bei einem 55-jährigen Antiquitätenhändler in einer Vorstadt von Buenos Aires. Er hielt sie hinter einer falschen Wand versteckt. In der Nähe seiner Galerie wohnten nach dem Krieg geflohene Nazi-Verbrecher wie Adolf Eichmann oder Auschwitz-Arzt Josef Mengele.

Die Behörden waren auf den Mann durch den Fund asiatischer Stücke unklarer Herkunft aufmerksam geworden. Zusammen mit den Fundstücken aus der Nazi-Zeit entdeckten sie weitere seltene Kunstschätze. Dazu zählte auch eine Erotik-Kollektion mit Dildos aus der Zeit der russischen Zaren. Wie die Kölnische Rundschau berichtet, wurden zahlreiche der Nazi-Objekte von dem Solinger Unternehmen Carl Eickhorn gefertigt. Dort wurden in den 30er und 40er Jahren unter anderem Waffen für die SA und SS hergestellt.

Der Dachverband Jüdischer Vereinigungen Argentiniens sieht in dem Fund einen „unwiderlegbaren Beweis, dass ranghohe Nazi-Hierarchen in Argentinien Zuflucht gefunden haben".
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