„Love Island“: So heftig ist die britische Kuppelshow

In Großbritannien sorgt mal wieder ein TV-Format mit hohem Fremdschämfaktor für Furore. Im Herbst lässt RTL 2 die deutsche Version auf die Fernsehzuschauer los.


Der heißeste TV-Trash kommt derzeit aus England: Die Kuppelshow „Love Island" bringt auf der Insel nicht nur die Quoten zum Glühen. Sie erhitzt auch die Gemüter des TV-Publikums. Das Erfolgsgeheimnis des Datingformates lautet „Sex vor laufenden Kameras". Zumindest inoffiziell. Nach außen geben sich die Macher betont vorsichtig.

Die Spielregeln sind recht einfach: Man pfercht einfach ein paar junge, attraktive, medien- und auch sonst geile Menschen in einer Luxus-Villa auf einer traumhaften Insel zusammen und beobachtet, was passiert. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, sich zu „paaren". Wer Single bleibt oder die Gunst der Zuschauer verspielt hat, fliegt aus der Villa. Am Ende winken dem verblieben Pärchen 50.000 Pfund Preisgeld - und der zweifelhafte Ruhm, sein Liebesleben vor der gesamten Nation ausgestellt zu haben.

Ungehemmter als es dem Sender lieb ist?

Die Show des britischen Privatsenders ITV 2 ist eigentlich der Aufguss von „Celebrity Love Island", das 2005/2006 beim Muttersender ITV etwas Ähnliches mit britischen B-Promis versuchte. Nach zwei Staffeln verschwand die Show damals vom Sendeplatz. Mit seinen paarungswilligen Amateuren ist ITV 2 nun hingegen wesentlich erfolgreicher: Zwischen den ersten beiden Staffel verdreifachten sich die Zuschauerzahlen. Inzwischen ist schon Staffel drei auf Sendung.

Der Erfolg dürfte auch damit zu tun haben, dass sich die Kandidaten von „Love Island" wesentlich ungehemmter zeigen als ihre halbprominenten Vorläufer. So haben es Amber Davies und Kem Cetinay, das bisherige Traumpaar der dritten Staffel, schon auf zwölf Beischlafszenen geschafft. Angeblich zumindest. Den Zuschauern wollte der Sender nur drei dieser Szenen zumuten. Um den Sex nicht zu sehr aufzubauschen, wie es hieß. Schließlich gehe es in der Show um Beziehungen. Was kann da der Sender dafür, wenn die beiden Turteltäubchen nicht voneinander lassen können...

Jana Ina Zarrella sticht Sarah Lombardi aus

Die deutsche Ausgabe von „Love Island" läuft im Herbst bei RTL 2 an. Ursprünglich war auch Sarah Lombardi als Moderatorin im Rennen. Den Zuschlag bekam letztlich aber Jana Ina Zarrella. Die deutschstämmige Brasilianerin und ehemalige Miss Rio de Janeiro sei „wahrlich eine Expertin in Sachen Liebe", begründete RTL 2 die Entscheidung. Nach der Trennung von Ehemann Pietro scheint das auf Sarah Lombardi nicht mehr zuzutreffen.

Die Kandidatensuche für die Datingshow ist noch nicht abgeschlossen. RTL 2 stellt auf seiner Homepage einen Link bereit, über den sich Paarungswillige für einen „heißen Sommer voller romantischer Abenteuer mit anderen sexy Singles" bei dem Produzenten ITV Studios bewerben können.
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