„Merry Christmas“: Warum es in London schon weihnachtet

Als angeblich erstes Kaufhaus der Welt hat Selfridges in London das Weihnachtsgeschäft eingeläutet. Spinnen die Briten? Nein, sie sind einfach clevere Geschäftsleute.

Die Oxford Street ist die wohl berühmteste Einkaufsstraße Londons. Wer sie derzeit bei sommerlichen Temperaturen von über 20 Grad besucht, fühlt sich ein bisschen wie im falschen Film. Ausgerechnet das traditionsreiche Edelkaufhaus Selfridges, das in einem von Säulen gerahmten Shoppingpalast an der Touristenmeile thront, scheint sich einen Spaß zu erlauben: In dem Kaufhaus ist schon das Weihnachtsfieber ausgebrochen. Dahinter steht jedoch kein schwarzer britischer Humor, sondern wirtschaftliche Erwägungen.

Während die Aktion bei vielen Einheimischen auf ein geteiltes Echo trifft, freuen sich viele Touristen über die Möglichkeit zum vorgezogenen Weihnachtsshopping. Mehr als 20.000 Ausländer profitieren pro Woche vom steuerfreien Einkauf bei Selfridges. „Und diese Leute kaufen eine Weihnachtsdekoration oder eine Christbaumkugel, um sie zu Hause an den Baum zu hängen, und dann schauen sie ihn zu Weihnachten an und sagen: ‚Oh, das erinnert mich an meine Reise nach London'", erläutert Kaufhaus-Managerin Geraldine James.
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