Wurden sie zu schlau? Facebook stellt intelligente Programme ab

Ingenieure mussten bei zwei Bots den Stecker ziehen, weil sie sich verselbstständigt hatten. Zeigt die Anekdote die heraufziehenden Gefahren der künstlichen Intelligenz?

Es war nur eine Randnotiz, aber sie ging schnell um die Welt: Ingenieure von Facebook meldeten vor einigen Tagen, dass sich zwei sogenannte „Chatbots" verselbstständigt hätten und abgeschaltet werden mussten. Chatbots sind lernfähige Sprach-Programme, die eigenständig miteinander oder auch mit Menschen kommunizieren können. Das Problem: Bob und Alice, so hatten ihre Schöpfer sie genannt, begannen nach kurzer Zeit, unverständliches Zeug von sich zu geben. Sie entwickelten scheinbar eine Geheimsprache.

Zwar wiesen die Facebook-Entwickler mittlerweile darauf hin, dass von den „intelligenten" Programmen keine Gefahr ausging und Bob und Alice lediglich abgestellt wurden, weil sie für ihren Zweck unbrauchbar geworden waren. Ursprünglich sollten sie mit Menschen auf Facebook kommunizieren, was in dem von ihnen entwickelten Kauderwelsch aber nicht möglich war. Angeblich waren sie also einfach schlecht programmiert.

Dennoch zeigt die Tatsache, dass Bob und Alice weltweit so hohe Wellen schlugen, wie verunsichert viele Menschen auf die sogenannte „Künstliche Intelligenz" (KI) reagieren, die in immer mehr Bereiche unseres Lebens einzieht. Zu ihren größten Kritikern zählt ausgerechnet der Startup-Milliardär und Technik-Nerd Elon Musk. Seine Befürchtung lautet: Die Folgen dieser Technik lassen sich nicht kontrollieren und werden langfristig zu einer Bedrohung für die Menschheit. So gesehen, waren Bob und Alice vielleicht doch die Vorboten einer düsteren Zukunft.
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