Preisbrecher: Apple stellt das Jubiläums iPhone X vor

Zum zehnjährigen iPhone-Jubiläum hat Apple einen Strauß neuer Produkte vorgestellt. Eine richtige Innovation war aber nur das neue Flaggschiff-Smartphone „iPhone X". Nicht nur wegen der Technik, sondern auch wegen des Preises.

Vor 10 Jahren präsentierte der charismatische Firmengründer Steve Jobs das erste iPhone. Und revolutionierte damit die Art, wie Menschen weltweit miteinander kommunizieren. Damit begann nicht nur die Ära des Smartphones, sondern auch Apples Aufstieg zum wertvollsten Unternehmen der Welt.

Seit dem Tod von Jobs im Oktober 2011 tut sich sein Nachfolger Tim Cook schwer damit, an die Genialität des innovativen Technik-Gurus anzuknüpfen. Zwar ist das iPhone noch immer der Goldesel des Unternehmens aus dem kalifornischen Cupertino. Aber neben den technischen Neuerungen stagnieren in den letzten Jahren auch die Absatzzahlen – wenn auch auf hohem Niveau.

Großes Event im Steve Jobs Theatre

Zum zehnjährigen Jubiläum musste also etwas Besonderes her. Sowohl technisch als auch wirtschaftlich. Dazu präsentierte Apple bei einem großen Event im Steve Jobs Theatre im neu gebauten Konzernsitz in Cupertino einen ganzen Strauß von Produkten. Zum großen Teil handelte es sich jedoch um längst erwartete Weiterentwicklungen bestehender Geräte.

So bekam die Streaming Box Apple TV mehr Leistung und kann nun auch Inhalte im hochauflösenden 4K-Standard abspielen. Die dritte Generation der Apple Watch lässt sich jetzt mit einer SIM-Karte bestücken und von allein auf das Internet zugreifen. Darüber hinaus wurden mit dem iPhone 8 und iPhone 8 Plus die Nachfolgemodelle der aktuellen Smartphone-Generation vorgestellt. Wichtigste Neuerung: Ihre Glasgehäuse ermöglichen jetzt kabelloses Laden.

„One more thing": Das iPhone X

Das Wichtigste kam nach alter Apple-Tradition zum Schluss. Dazu bemühte Tim Cook den Steve-Jobs-Scherz „one more thing - eine Sache noch", mit dem der Apple-Gründer jahrelang und mit gespieltem Understatement zu den wichtigsten Produkten überleitete. Dann wurde das neue Flaggschiff „iPhone X" präsentiert. Als wohl größte Innovation verzichtet das iPhone X auf den „Homebutton", der bisher mittels Fingerabdrucksensor auch zur Identifikation auf dem Gerät diente.

An seine Stelle tritt eine Frontkamera, die mit der neuen „Face ID"-Technik das Gerät über eine Gesichtserkennung entsperrt. Laut Apple soll das System mehr Sicherheit bieten. Außerdem lässt die Gesichtserkennung auf der Front mehr Platz für das neu OLED-Display, das mit 5,8 Zoll bei einer Auflösung von 2436 × 1125 Pixeln besonders groß und scharf ausfällt. Es reicht an allen vier Seiten bis an die Ränder des Gehäuses. Mit seiner ausgestanzten Oberkante verleiht es dem iPhone ein neues Gesicht und wird in Zukunft das Erkennungszeichen der Highend-Geräte von Apple sein.

Die wichtigste Frage zum Schluss: Was kostet der Spaß? Während das iPhone 8 und iPhone 8 Plus mit 64 GB Speicher für 799 Euro beziehungsweise 909 Euro zu haben sind, müssen Apple-Käufer für das iPhone X tiefer in die Tasche greifen: Die 64-GByte-Version wird für 1.149 Euro verkauft, mit 256 GB Speicher werden es 1.319 Euro. Eine gute Nachricht gibt es dazu aber auch: Wer das neue Apple-Flaggschiff haben will, hat etwas länger Zeit zum Sparen. Denn während die 8er iPhones schon am 22. September in die Läden kommen, ist das iPhone X erst ab dem 3. November erhältlich.
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