Auswärtiges Amt verschärft Reisewarnung für die Türkei

Da in den letzten beiden Jahren vermehrt deutsche Türkei-Urlauber willkürlich verhaftet und in Untersuchungshaft genommen wurden, ist bei Reisen ins NATO-Partnerland erhöhte Vorsicht geboten.


Das Auswärtige Amt warnt Türkei-Reisende vor allem vor politischen Kommentaren in sozialen Netzwerken. Was in Deutschland als freie Meinungsäußerung gilt, kann "Anlass zu einem Strafverfahren in der Türkei geben". Bereits das Teilen oder "Liken" eines fremden Beitrags kann ausreichen, um wegen "Präsidentenbeleidigung" oder "Propaganda für eine terroristische Organisation" zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt zu werden. Es müsse zudem "davon ausgegangen werden, dass auch nichtöffentliche Kommentare in sozialen Medien etwa durch anonyme Denunziation an die türkischen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden".

Besonders gefährdet sind nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes Bundesbürger, die neben der deutschen auch die türkische Staatbürgerschaft besitzen.
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