Empörung über geplante Friedhofs-Maut

Ein Friedhof in Hamburg plant Gebühren für die Durchfahrt einzuführen.



Es ist kaum zu glauben, aber der Hamburger Hauptfriedhof im Stadtteil Ohlsdorf hat tatsächlich Pläne, eine „Friedhofs-Maut" einzuführen. Wie das funktioniert? An den Eingängen sollen Schranken angebracht werden. Autofahrer zahlen für die Durchfahrt dann eine Gebühr.

„Der Sinn und Zweck [...] ist es, den erheblichen Durchgangsverkehr einzuschränken. Das haben sich viele Hamburger im Zuge der öffentlichen Beteiligung zu ,Ohlsdorf 2050' gewünscht", erklärt Lutz Rehkopf, Pressesprecher der Hamburger Friedhöfe.

Wer lange bleibt, zahlt weniger

Die Gebühren für die geplante Friedhofs-Maut variieren. Ein mehrstündiger Aufenthalt kostet 50 Cent, ein Aufenthalt unter 30 Minuten dagegen drei Euro.

Viele Trauernde sind jedoch empört. „Wir haben für das Grab meines Mannes schon fast 4.000 Euro bezahlt. Die Verwaltung will, dass die Gräber gepflegt werden, und dann kassiert sie noch für die Zufahrt. Das ist doch frech", beklagt sich Christel Riedel (78) gegenüber der Bild.

Ob beziehungsweise wann die Friedhofs-Maut in Ohlsdorf kommt, steht nicht fest - frühestens jedoch 2020.
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