Gibt es bald keine Blitzer mehr?

Ein möglicher Gerichtsbeschluss könnte zur Folge haben, dass es in Deutschland schon bald keine Blitzer mehr gibt. Doch wie konnte es dazu kommen?



Nachdem ein Mann im Saarland mit juristischen Mitteln gegen einen unzuverlässigen Blitzer vorgegangen ist, könnten Radarfallen schon bald der Vergangenheit angehören. Als der Autofahrer in einer 30er-Zone für eine angeblich zu hohe Geschwindigkeit geblitzt wurde, war es ihm nicht möglich, Einblick in die Messdaten zu erhalten. Er wurde anschließend aufgefordert ein Bußgeld zu zahlen und erhielt einen Punkt in Flensburg. Die Beschwerde des Mannes ist durchaus berechtigt! Die meisten Radargeräte sind nicht in der Lage, die Messdaten der geblitzten Autos zu speichern, diese werden lediglich weitergeleitet. Somit sind Messdaten nicht mehr einsehbar und der Autofahrer ist im Zweifel immer im Nachteil.

Zahlreiche Blitzer müssten umgerüstet werden

Der Verfassungsgerichtshof im Saarland will den Fall nun prüfen, denn die meisten Gerichte gestatten dem jeweiligen Beschuldigten einen Einblick in die Messdaten. Das Speichern der Daten ist jedoch nur mit Handmessgeräten mit Videomessung oder mit Helligkeitssensoren möglich. Die gewöhnliche Laserscantechnik, die am häufigsten genutzte, ist dazu nicht in der Lage. Der Verfassungsgerichtshof im Saarland hat große Zweifel an den Radarfallen. Sollten Autofahrer zukünftig Einblick in ihre Daten erhalten wollen, würden die unzuverlässigen Blitzer für die Erstattung zahlreichen Bußgelder sorgen. Außerdem müssten sämtliche Laserscanner umgerüstet werden. Das gilt zwar zunächst nur für das Saarland, doch auch andere Bundesländer könnten über vergleichbare Maßnahmen nachdenken.

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