Valentina Sampaio: Victoria's Secrets holt Transgender-Model

Erstmals stellt der umstrittene Unterwäsche-Hersteller mit Valentina Sampaio eine Transgender-Frau als Markenbotschafterin vor. Dahinter steckt Kalkül.
Alessandra Ambrosio, Gisele Bündchen, Elle MacPherson: Der Unterwäsche-Hersteller „Victoria's Secrets" galt jahrelang im Model-Business als das Maß der Dinge. Auch die deutschen Top-Models Heidi Klum und Toni Garrn flanierten schon in den knappen Dessous des US-Konzerns über den Laufsteg. Die aufwendig in Szene gesetzten Shows mit den durchtrainierten Model-Engeln hatten sich als ein absolutes Highlight in der Modewelt etabliert.

Doch seit einigen Jahren wächst der Widerstand gegen die glamouröse Fleischbeschau. Nicht nur Feministinnen kritisieren, dass die makellosen „Victoria's Secrets"-Engel für ein überkommenes Frauenbild stehen. Das vom Konzern propagierte Schönheitsideal findet auch bei Frauen immer weniger Anklang: Der Aktienkurs des Mutterkonzerns befindet sich seit Jahren im Sinkflug.

Unter diesem Druck versucht der Mutterkonzerns L Brand seit diesem Jahr mit einem Imagewechsel die Trendwende einzuleiten: Im Mai verkündete Unternehmensgründer Leslie Wexner das Aus der „Victoria's Secret"-Show im US-TV. Mit der Verpflichtung des Transgender-Models Valentina Sampaio will der Unterwäsche-Konzern zeigen, dass er auch inhaltlich an die Debatten der Gegenwart Anschuss gefunden hat. Und dass, obwohl der 81-jährige Unternehmenspatriarch diesen Schritt vor kurzem noch öffentlich ausgeschlossen hat.

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