Virgin-Gründer verspricht "klimafreundliche" Kreuzfahrtlinie

Schöner Traum oder Traumschiff? Der Unternehmer Richard Branson will die Welt zu einem besseren Ort machen, indem er die größten Umweltsünder ein bisschen klimafreundlicher macht. Kreuzfahrtschiffe stehen in einem besonders schlechten Ruf, weil ihr Schiffsdiesel extrem hohe CO2-Ausstößen verursacht. Ausgerechnet die Dreckschleudern der Meere sollen jetzt einen frischen Öko-Anstrich erhalten.




Bei der Präsentation seines geplanten Kreuzfahrtschiffs "Scarlet Lady" hatte Branson zwar noch kein Konzept für einen klimafreundlichen Triebstoff, dafür stellte er Uniformen aus recycelten Materialien vor, die das Personal an Bord tragen soll, zudem kündigte er ein Plastikverbot an. Sogar die aufsteigenden Ballons waren biologisch abbaubar.

Trotzdem bleibt die Frage, ob das Ganze mehr als eine Luftnummer ist. Kritiker werfen dem exzentrischen Briten, der mit einer Fluglinie und perspektivisch mit Weltraumtourismus weitere Klimakiller als Geschäftsmodell betreibt, Greenwashing vor. Entscheidend wird sein, mit welchem Treibstoff die "Scarlet Lady" im April 2020 ihre Jungfernfahrt antreten wird.

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