Die Auswirkungen des Coronavirus auf das Sexleben

Der Coronavirus wirkt auf beinahe alle Bereiche des Lebens ein. So auch auf das private wie wirtschaftliche Sexleben. Insbesondere in Quarantäne-Gebieten ist der gegenwärtige Zustand spürbar.


In vielen Ländern weltweit wurden nicht nur die Außengrenzen geschlossen, auch sollen die Einwohner - wenn es der Beruf ermöglicht - größtenteils in den eigenen vier Wänden verweilen. Das bedeutet mehr Zeit für den Partner. Und die scheint gut genutzt zu werden, denn nicht nur Klopapier und Desinfektionsmittel, auch Kondome werden in den Super- und Drogeriemärkten knapp.

Sex sells

Zahlreiche Unternehmen verzeichnen auf dem Hintergrund der Corona-Krise rote Zahlen. Anders verhält es sich in der Sex-Industrie. Derzeit boomt der Sexspielzeug-Markt: Seit der Ausbreitung von Covid-19 sind die (Online-)Verkäufe von Sextoys weltweit um 135 Prozent gestiegen. In den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Schweiz, Österreich) beläuft sich der Anstieg aktuell auf rund 40 Prozent, Tendenz steigend.

Auch die Pornoindustrie erfreut sich in den ansonsten schwierigen Zeiten großer Nachfrage. "Schmuddelfilmchen" aller Form verkaufen sich besser denn je. Insbesondere in den Gebieten, in denen die Zahl der in Quarantäne befindlichen Personen hoch ist, verkaufen sich Pornos besonders gut. In Italien und Nordrhein-Westfalen haben sich die Verkaufszahlen verdreifacht. Der Höhepunkt wurde am vergangenen Sonntag erzielt: Onlinehändler gaben an, dass sie sonst nur am Black Friday vergleichbare Umsätze erwirtschaften.

Mundschutz statt Ledermaske

Auf Online-Pornoseiten zeichnet sich obendrein ein etwas eigensinniger Trend ab. So haben beispielsweise Pornhub-Nutzer vermehrt den Suchbegriff "Coronavirus" eingegeben - und sind fündig geworden. Mehr als 150 Videos zu dem Thema werden dem Suchenden ausgegeben: "How to treat Corona Virus in Japan" und "Sex, Drugs, Coronavirus" sind noch die anständigeren Titel. Seit jeher scheinen die Dinge, die als verboten gelten, besonders anziehend zu wirken. So auch hier. Die Videos befassen sich mit den Themen Ansteckungsrisiko und Heilverfahren, nicht selten tragen die Protagonisten Mundschutz.

Wo die Online-Händler sich über die Umsätze freuen, leiden die Bordelle. Anfänglich höheren Hygienemaßnahmen unterworfen, gingen die Besucherzahlen weltweit stark zurück. Mittlerweile musste der Großteil der Bordelle vorübergehend schließen.
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