Corona-Krise: Solidarität neu definiert

In Krisenzeiten wie diesen bestimmen Angst, Trauer und Unsicherheit den Alltag der Menschen. Doch gleichzeitig entwickelt sich ein Gefühl des Miteinanders, das alles Negative überschatten kann: Solidarität.

Auf dem Hintergrund der grassierenden Corona-Epidemie entstehen solidarische Aktionen, die in einer schwierigen Zeit Hoffnung keimen lassen. Die einen stellen die Produktion um, die anderen kümmern sich um ihre Nachbarn und viele Menschen bedanken sich tagtäglich für die Arbeit der vielen Helfer wie Pfleger und Ärzte.

Solidarität finanzieller Natur

Krankenhäuser sind überlastet, die Wirtschaft bricht ein und die Länder, die eh schon am Hungertuch nagen, trifft es am schlimmsten. So schon oftmals abgeschnitten von medizinischer Hilfe, fehlt es besonders in Elendsvierteln und Flüchtlingslagern an allem: Hygiene, medizinische Untersuchungen und Aufklärung sind nur drei der zahlreichen Herausforderungen. Aus diesem Grund sind viele Foundations gegründet und Spendenaufrufe gestartet worden. Auch einige Prominente greifen ins eigene Portmonee und unterstützen den Kampf gegen Corona.

Solidarität macht aus Fremden Freunde

Seit weltweit das Kontakt- oder gar Ausgangsverbot herrscht, greift ein Gefühl der Einsamkeit um sich. Zwar verringern die digitalen Möglichkeiten die Distanz, doch nicht jeder hat freien Zugang zum Internet oder das technische Know-how. Es gibt daher Kampagnen, die Abhilfe schaffen. Unter anderem das Diakonische Werk hat sich etwas ausgedacht: Jeder, der will, kann älteren (fremden) Menschen in Pflegeeinrichtungen wie Altersheime Briefe schreiben und sein Mitgefühl aussprechen. Doch Solidarität kann schon im Hausflur beginnen. Mittlerweile kaufen Personen, die nicht zur Risikogruppe zählen, für solche, die es tun, ein und verringern so die Ansteckungsgefahr.

Solidarität macht erfinderisch

Die Nachfrage an Schutzkleidung wie Masken oder Handschuhe sowie Desinfektionsmittel ist hoch wie nie. Besonders für das medizinische Personal sind diese Utensilien lebensnotwendig. Aus diesem Grund haben viele Firmen umgesattelt: Statt Kleider werden Masken hergestellt, Destillerien nutzen den Alkoholvorrat und stellen vermehrt Desinfektionsmittel her.

Auch wenn bzw. gerade weil die derzeitige Situation für uns alle sehr belastend ist, geben solidarische Aktionen wieder Hoffnung. Näheres zum Thema im Video.
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