Verursacht Haarefärben Krebs? Neue Studie veröffentlicht

Seit Jahren schon hält sich der Verdacht, dass das regelmäßige Färben der Haare die Entstehung von Krebszellen begünstigt. Eine neue Studie kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis.


Insgesamt 117.200 Krankenschwestern des Brigham and Women's Hospital in Boston nahmen über einen Zeitraum von 36 Jahren an der Studie teil, die im "BMJ medical journal" veröffentlicht wurde. Keine der Probandinnen litt an Krebs, als die Studie begann.

Kein erhöhtes Risiko für die meisten Krebsarten

Nach Ende der Beobachtungen zeigte die Auswertung der Wissenschaftler, dass kein erhöhtes Risiko für die meisten Arten von Krebs für Frauen besteht, die angaben, ihre Haare schon mal selbst gefärbt zu haben. Dies gilt für Blasen-, Nieren-, Gehirn-, Lungen- und Darm-Tumore. Auch auf das Risiko, an Leukämie zu erkranken, soll Haarfärbemittel aus Europa keinen Einfluss haben. Ebenso verhält es sich für die meisten Arten von Brust- und Hautkrebs.

Nur für wenige Krebsarten konnten die Forscher einen Anstieg der Erkrankungen bei den Teilnehmerinnen, die ihre Haare färbten, feststellen. Zu diesen zählen Krebs an den Eierstöcken, drei verschiedene Brustkrebsarten, die Entwicklung eines Hodgkin Lymphoms (besonders bei Frauen mit dunkler Naturhaarfarbe) und die Entwicklung eines Basalzellkarzinoms (besonders bei Frauen mit heller Naturhaarfarbe).

Die Studie beruht jedoch nur auf Beobachtungen, dementsprechend wurden keine Untersuchungen an den Teilnehmerinnen durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung zweifelsfrei nachweisen können. Zudem bezieht sie sich nur auf das selbstständige Färben der Haare.

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