Weibliche Fortpflanzungshormone schützen vor schweren Verläufen

Können weibliche Fortpflanzungshormone einen schlimmen Corona-Verlauf verhindern? Genau das wollen Forscher nun mithilfe einer hochaktuellen Studie herausgefunden haben.

Hormone haben einen großen und wichtigen Einfluss auf den Zustand des menschlichen Immunsystems. Laut einer aktuellen Studie gilt das auch im Bezug auch Corona. Die Studie enthüllt vor allem die Bedeutung weiblicher Fortpflanzungshormone und wie sich diese auf den Verlauf von Covid-19-Erkrankungen auswirken.

Schwangere sind deutlich weniger anfällig

Die Wissenschaftler sind zu einem klaren Ergebnis gekommen: Weibliche Reproduktionssteroide können die Schwere des Infektionsverlaufs deutlich abmildern. Bei der Studie wurden Schwangere mit Covid-19 untersucht und Frauen, die sich kurz nach der Geburt mit Corona ansteckten. Die Schwangeren zeigten kaum oder wenig Symptome, wohingegen die frisch gebackenen Mütter sich über heftige und lang andauernde Krankheitsverläufe beklagten.

Diese drei Hormone wirken wie ein Schutzschild

Grund für dieses Phänomen, so die Wissenschaftler, sei ein starker Konzentrationsabfall von drei weiblichen Hormonen kurz nach der Geburt. "Estradiol, Allopregnanolol und Progesteron besitzen sämtliche wichtige entzündungshemmende Funktionen und sind an der Wiederherstellung des Immunsystems beteiligt", erklären die Forscher. Deshalb seien schwangere Frauen, bei denen die Konzentration der drei Hormone besonders hoch ist, rund 15 mal weniger gefährdet und auch weniger anfällig für schwere Verläufe. Doch das ist nicht die einzige Erkenntnis, die die Studie bringen konnte.

Zwei weitere Mysterien enthüllt

Auch zwei andere ungeklärte Eigenheiten, die das Coronavirus mit sich bringt, konnten durch die Forschungsergebnisse geklärt werden. Schon lange stehen Forscher vor dem Rätsel, warum sich Männer durchschnittlich häufiger infizieren und unter schwereren Krankheitsverläufen leiden. Auch darauf scheint die Studie eine Antwort geben zu können: "Die an schwangeren Frauen gemachte Beobachtung liefert den wissenschaftlichen Hintergrund dafür, wieso Frauen stärker geschützt sind, als Männer, aber auch dafür, wieso ältere Menschen weniger geschützt sind, als jüngere: Denn die Hormonkonzentration nimmt mit wachsendem Alter ab", erklären die Forscher und enthüllen damit gleich auch noch ein weiteres Corona-Geheimnis.

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