Maischberger: Baerbock im Kreuzfeuer der Kritik

Annalena Baerbock von Die Grünen musste sich am Mittwoch bei maischberger. die woche einigen unangenehmen Fragen zu ihren Nebeneinkünften stellen. Die Kanzlerkandidatin gab zu, einen Fehler begangen zu haben.

BERLIN, GERMANY - MAY 17: Greens Party Chancellor Candidate  and Party Chairwoman Annalena Baerbock gives a press statement at the Heinrich-Böll-Stiftung on May 17, 2021 in Berlin, Germany. (Photo by Andreas Gora - Pool/Getty Images)
Annalena Baerbock muss sich in der Talkshoe mehrfach rechtfertigen (Photo by Andreas Gora - Pool/Getty Images)

Es ist ein Zitat, dass Baerbock im Gespräch mit Moderatorin Sandra Maischberger aus der Reserve lockt. Vor nicht allzu langer Zeit hatte die Grünen-Politikerin fragwürdige Geschäfte mit Corona-Masken, in die einige Politiker der Union verwickelt waren, scharf verurteilt: 

„Das macht mehr als deutlich, dass generell an der Haltung, wie man eigentlich mit Transparenz, mit einem Mandat und Nebeneinkünften umgehen muss, dringend was geändert werden muss!" 

Sonst würde "das Vertrauen in die Union" und sogar das Vertrauen "in den Parlamentarismus [und] die Demokratie in Gänze verloren[gehen]."

Laut Maischberger ist dieses Zitat vom 9. März. Noch im selben Monat, am 30. März, musste Baerbock 25.000 Euro an Einkünften aus den Jahren 2018 bis 2020 nachmelden. 

"Wie sehr gefährdet das den Parlamentarismus?" stichelt die Star-Moderatorin in Richtung Baerbock.

Baerbock gesteht Fehler ein

Die Gefragte gerät im Laufe ihrer Antwort in die Defensive. Sie habe das Weihnachtsgeld, um das es in diesem Fall ging, "anders als bei den Maskengeschäften immer korrekt versteuert". Es sei außerdem ihre Partei gewesen, von der sie das Geld erhalten habe, kein externes Unternehmen. 

Ihr Fehler sei lediglich gewesen, dass sie "nicht auf den Schirm hatte" dass auch das Weihnachtsgeld ihrer Partei als Nebeneinkunft an den Präsidenten des Bundestags gemeldet werden muss. Darüber habe sie sich "tierisch geärgert".

Maischberger lässt nicht locker

Doch damit ist das Thema keineswegs abgehakt. Maischberger argumentiert weiter, dass Baerbock das Geld zwar nachträglich gemeldet habe, dies jedoch erst durch einen Artikel der BILD-Zeitung an die Öffentlichkeit geriet. Hier kommt Baerbock ins Schwimmen. Die Angelegenheit sei durch den Bundestag an mehreren Websites wie etwa Abgeordnetenwatch weitergeleitet worden und dementsprechend öffentlich gewesen. 

Schließlich räumt die Kanzlerkandidatin auf Nachhaken von Maischberger jedoch selbst ein, dass sie auch eine Pressemitteilung hätte verfassen können, um die Korrektur ihrer Einkünfte an die Öffentlichkeit zu tragen. Ihr zerknirschtes Fazit: "Aus Fehlern lernt man".