Merkwürdige Szenen nach Rekordlauf im 100-Meter-Finale

Beim 100-Meter-Lauf der Damen gelingt den Sprinterinnen aus Jamaika ein sensationeller Dreifach-Sieg. Nach dem Lauf spielt sich eine eigenartige Szene ab.

TOKYO, JAPAN - JULY 31: Elaine Thompson-Herah of Team Jamaica poses after winning the gold medal while competing on Women's 100m Final during the Tokyo 2020 Olympic Games at the Olympic Stadium on July 31, 2021 in Tokyo, Japan. (Photo by Yannick Verhoeven/BSR Agency/Getty Images)
Elaine Thompson-Herah aus Jamaika: Siegerin im 100-Meter-Lauf (Photo by Yannick Verhoeven/BSR Agency/Getty Images)

Sprinterin Elaine Thompson-Herah gewann am Samstag mit einem starken Lauf das 100-Meter-Finale der Damen. Bei 0,6 m/s Gegenwind legte sie die Strecke in sagenhaften 10,61 Sekunden zurück. Ihre Teamkollegin aus Jamaika Shelly-Ann Fraser-Pryce (10,74) - die zum dritten Mal Olympiasiegerin über die kurze Distanz hätte werden können - belegte Platz zwei. Auf dem dritten Platz landete Shericka Jackson (10,76), die ebenfalls für Jamaika antrat.

Irritierende Szene nach dem Finale

Einen Dreifach-Sieg der Jamaikanerinnen gab es zuletzt im Jahr 2016 in Rio de Janeiro. Außerdem lief Elaine Thompson-Herah mit ihren 10,61 Sekunden die zweibeste Zeit, die jemals von einer Frau auf dieser Strecke erreicht wurde. Was sich nach einem Erfolg für die drei Jamaikanerinnen anhört, wurde durch eine merkwürdige Szene getrübt, die sich nach dem Finale abspielte. Thompson-Herah, die ihren Sieg kaum glauben konnte, jubelte emotional und ausgelassen. Und anstatt sich mit der Siegerin zu freuen, zeigten Shelly-Ann Fraser-Pryce und Shericka Jackson ihrer Teamkollegin eine eiskalte Miene und ignorierten sie gänzlich. Was allerdings genau für die schlechte Stimmung im jamaikanischen Team sorgte, ist noch nicht geklärt.