London-Attentäter vom „internationalen Terrorismus inspiriert"

Bei einem Terroranschlag in London starben am Mittwochnachmittag vier Menschen, darunter ist auch der Täter. Die Polizei nimmt sieben Verdächtige in London und Birmingham in Haft.


London unter Schock. Bei einem Terroranschlag in Westminster kamen nach offiziellen Angaben bisher vier Menschen ums Leben. Etwa 40 Personen wurden verletzt, davon sollen sieben noch in Lebensgefahr schweben. Unter den Toten befindet sich auch der Attentäter.

Was war passiert?

Es begann um 14.40 Uhr englischer Zeit. Nach Medienberichten und Polizeiangaben raste der Attentäter mit einem grauen Hyundai i40 auf die Westminster Bridge am englischen Parlamentssitz und attackierte dort mit dem Auto Fußgänger. Zwei von ihnen kamen dabei ums Leben. Auf der Brücke befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs auch eine größere Gruppe französischer Schulkinder, von denen zwei schwer verletzt wurden.

Die Amokfahrt des Attentäters endete an einem Zaun vor dem Parlament. Von dort setzte er den Terrorangriff zu Fuß fort: Er attackierte mit einem Messer einen Polizisten, eher er selbst von herbeigeeilten Polizisten erschossen wurde. Der zufällig anwesende Staatssekretär Tobias Ellwood versuchte den niedergestochenen Polizisten noch mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung am Leben zu halten, letztlich erlag der 48-Jährige jedoch seinen Verletzungen.

Was bisher bekannt ist

Die Polizei will die Identität des Täters festgestellt haben, sie jedoch aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt geben. Nach Angaben eines Londoner Polizeisprechers sind sich die Ermittler sicher, dass der Täter vom „internationalen Terrorismus inspiriert" wurde. Frank Gardner, Sicherheitsexperte der britischen BBC, geht davon aus, dass er nicht allein für die Tat verantwortlich sei. Wie der Reporter weiter mittteilte, stelle der Angreifer für die Polizei „keine unbekannte Person" dar.

In der Nacht verhafteten britische Polizeikräfte nach Razzien sieben Verdächtige, die mit dem Anschlag in Verbindung stehen könnten. Die meisten von ihnen stammen aus London. Eine Spur führte die Ermittler nach Birmingham in die englischen Midlands. In der Industriemetropole könnte, nach Angaben eines BBC-Reporters, das Auto gemietet worden sein, mit dem der Anschlag ausgeführt wurde.

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