Neuer 50er soll Fälschern das Leben schwerer machen

Am heutigen Dienstag bringen die Notenbanken in den Euro-Ländern den neuen 50-Euro-Schein heraus. Er soll besonders schwer nachzumachen sein.


ECB-50 EURO NOTE/

In Europa mahlen alle Mühlen langsam. Bereits im Jahr 2005, gerade einmal drei Jahre nach Einführung des Euros, begann die Europäische Zentralbank mit der Entwicklung neuer Euro-Scheine. Diese „Europa-Serie" sollte ursprünglich schon ab dem Jahr 2010 die erste Generation der Euro-Banknoten ersetzen.

Es dauerte schließlich bis Mai 2013, ehe mit dem grüngrauen 5-Euro-Schein die erste Banknote der zweiten Serie in Umlauf kam. Es folgten in Jahresschritten die neuen 10er und 20er. Ende 2018 soll die Erneuerung aller Scheine in den 19 Ländern der Eurozone mit der 200er-Note abgeschlossen sein. Die 500-Euro-Scheine sollen dann aus dem Verkehr gezogen werden.

Europas wichtigste Banknote

Der jetzt neu gestalteten 50er nimmt in dieser Reihe eine besondere Rolle ein: Er ist der wichtigste Geldschein in Europa. 46 Prozent aller Euroscheine sind 50er Banknoten. Außerdem ist er – knapp vor dem 20-Euro-Schein – die weltweit am häufigsten gefälschte Euro-Banknote.

Um den Fälschern einen Strich durch die Rechnung zu machen, hat der 50er nun eine Reihe neuer Sicherheitsmerkmale bekommen. Vom Portrait-Wasserzeichen bis zum Hologrammstreifen mit Portrait-Fenster sollen gleich sieben besondere Kennzeichen für bessere Fälschungssicherheit sorgen. Zudem leuchtet der Schein unter UV-Licht an bestimmten Stellen.



„Rausgeschmissenes Geld"

Insgesamt sollen im Lauf des Jahres 5,4 Milliarden 50-Euro-Scheine in Umlauf kommen. Die alten 50er behalten dabei bis auf Weiteres ihren Wert und werden nach und nach von den Banken aus dem Verkehr gezogen. Wer jetzt am Bankautomaten Geld abhebt, hat deshalb auch noch gute Chancen mit alten 50ern bedient zu werden.

Erste Kritiker haben sich mit Auslieferung der neuen Scheine auch schon zu Wort gemeldet. So behauptet der ehemalige Geldfälscher Hans-Jürgen Kuhl gegenüber verschiedenen Medien, die Sicherheitsvorkehrungen seien „rausgeschmissenes Geld". Der Grund: Die durchsichtigen Fenster und das Hologramm sind für seinen Geschmack viel zu klein. Diese Sicherheitsmaßnahmen ließen sich im Alltag gar nicht richtig erkennen.

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