Wahlkampfauftakt der CDU in Hessen: Pfiffe für die Kanzlerin

Vier Wochen vor der Bundestagswahl beginnt auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel der Wahlkampf. Ihr Auftritt im langjährigen CDU-Stammland zeigt, wo für viele Wähler die offene Flanke ihrer Regierungszeit liegt.

Lange war die beschauliche Kreisstadt Gelnhausen CDU-Stammland. Vor etwa zehn Jahren übernahm in der Barbarossa-Stadt zwischen Frankfurt und Fulda jedoch die SPD die Mehrheit. Damit das bei der Bundestagswahl nicht so bleibt, ließen die CDU-Wahlkampfplaner am gestrigen Montag die Kanzlerin mit dem Hubschrauber einfliegen. Etwa 3000 Menschen waren auf dem Obermarkt im Zentrum der Stadt versammelt, als Angela Merkel in einer 40-minütigen Rede durch das Wahlprogramm der CDU führte.

Dabei merkte die Kanzlerin, dass ihre Politik konservativen Wählern besonders eine offene Flanke bietet: die Flüchtlingsfrage. Als Merkel auf die Ereignisse des Jahres 2015 zu sprechen kommt, muss sie gegen ein gellendes Pfeifkonzert einer Schar von AfD-Anhängern ansprechen. Wenngleich sich die Kanzlerin davon nicht aus dem Konzept bringen ließ, zeigt ihre Reaktion doch eines: Die Unzufriedenen haben durchaus bei ihr Gehör gefunden. Zumindest zum Teil. „Ein Jahr wie 2015 kann sich nicht jedes Jahr wiederholen. Das wollen wir nicht", verkündet sie ihren Wählern.
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