Klimawandel: Grey-Gletscher in Chile bricht auseinander

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Von der Spitze der gigantischen Eiszunge in Patagonien ist ein großes Stück abgebrochen. Für Experten ein eindeutiges Zeichen, wie schnell der Klimawandel unseren Lebensraum verändert.

Dieses Naturschauspiel hält Klimaexperten in Atem: In Chiles Nationalpark Torres del Paine hat sich vom Grey-Gletscher ein etwa 350 mal 380 Meter großer Eisbrocken abgespalten. Zuletzt hatte es in den frühen 1990er Jahren eine so starke Veränderung der Eisformation gegeben. Die Vertreter des Nationalparks haben zwar seit längerem damit gerechnet, dass sich ein größerer Eisbrocken vom Grey-Gletscher ablösen werde. „Der entscheidendste und wichtigste Fakt ist jedoch, dass es sich um einen Eisberg mit viel größeren Dimensionen handelt", sagt Dr. Ricardo Jana vom Antarktis Institut in Chile. Das Auseinanderbrechen zeige, wie schnell und unberechenbar der Klimawandel die Erdformation verändere. Der Grey-Gletscher zählt zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Patagonien. Er ist etwa sechs Kilometer lang und über 30 Meter hoch. Weitere Informationen sehen Sie im Video.