Frauen über Trump: „Nicht in der Verfassung Präsident zu sein“

16 Frauen werfen dem US-Präsidenten vor, sie sexuell belästigt zu haben. Eine demokratische Senatorin, die ihn dafür zur Verantwortung ziehen will, wird von Trump mit einem Tweet unter der Gürtellinie attackiert.

So zynisch es klingt: Aber der Anschlagsversuch in New York kam für US-Präsident Trump gerade zur rechten Zeit. Als sich am Montag die Berichterstattung der Medien auf das misslungene Selbstmordattentat in der Nähe des Times Square konzentrierte, holten drei Frauen auf einer Pressekonferenz zum Schlag gegen Trump aus. Sie forderten den US-Kongress dazu auf, Ermittlungen gegen den US-Präsidenten wegen sexuellen Fehlverhaltens einzuleiten. Der Grund: Insgesamt 16 Frauen werfen dem höchsten Repräsentanten der USA vor, sie sexuell belästigt zu haben. Von Trump und dem Weißen Haus wurden die „falschen Anschuldigungen und erfundenen Geschichten" anschließend als „politisch motiviert" zurückgewiesen.

Doch damit war die Geschichte noch nicht zu Ende. Mehrere Senatoren sprangen auf den Zug auf und forderten Trumps Rücktritt. Darunter war auch die Demokratin Kirsten Gillibrand. Trump antwortete ihr auf seine Art: In einem Tweet bezeichnet er sie als politisches „Leichtgewicht" und warf ihr vor, erst vor Kurzem in sein Büro gekommen und um Wahlkampfspenden „gebettelt" zuhaben. Dabei sei sie dazu bereit gewesen, „alles dafür zu tun". Die Senatorin antwortete kurz darauf auf Twitter: „Sie können weder mich noch die Millionen von Frauen zum Schweigen bringen, die nicht länger mitansehen wollen, welches Maß an Untauglichkeit und Schande Sie ins Oval Office gebracht haben." Der Umgang des Präsidenten mit den Vorwürfen stößt mittlerweile sogar auf Kritik aus den eigenen Reihen. Gegenüber der New York Times warnt die Meinungsforscherin Christine Matthews die Republikaner davor, dass die Probleme, die die Partei mit Frauen habe, weitreichende Konsequenzen für die wichtige Kongresswahl im Jahr 2018 haben könnten. Im Video hören Sie weitere Stimmen zu dem Fall.
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