Frankreich: Mit Millionären die Welt verbessern

Emmanuel Macron ist aufgebrochen, um als Präsident die französische Politik durchzulüften. Jetzt wächst in seiner Heimat die Kritik an seinem Kabinett.

Er gilt als Europas große Hoffnung: Anfang Dezember hat die Stadt Aachen Emmanuel Macron den international hoch angesehen Karlspreis verliehen. Damit sollten die Verdienste des erst 39-jährigen Hoffnungsträgers bei der Reform Europas gewürdigt werden. Wie es heißt, stehe er für eine „kraftvolle Vision von einem neuen Europa". Das sehen in Macrons Heimat nicht alle so. Denn in Frankreich mehren sich die Stimmen, die den jungen charismatischen Aufsteiger weiterhin als Vertreter eines alten eingespielten Systems sehen.

Schon bei der Vereidigung seines Kabinetts im Mai gab es Kritik an der Zusammensetzung seiner Ministerriege. So kommentierte Zeit-Online: „Mit dem Präsidenten ist nicht die versprochene zivile Gesellschaft in den Pariser Élysée-Palast eingezogen. Alle 15 Mitglieder des Kabinetts gehören zur alten Elite." In Frankreich ist jetzt besonders der neue Umweltminister Nicolas Hulot in den Fokus geraten. Dem ehemaligen TV-Moderator und bekennenden Umweltschützer wird vorgeworfen, ein umweltpolitischer Heuchler zu sein. Der Grund: Einerseits soll er gleich neun Pkws besitzen, andererseits will er ab 2040 den Verkauf von Pkws mit Verbrennungsmotoren in Frankreich verbieten lassen. Mehr Informationen finden Sie im Video.
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