Kälte: So leidet Europa leidet unter der "Russenpeitsche"

Die anhaltende Kältewelle führt zu neuen Minusrekorden in ganz Europa. In Deutschland sollen schon vier Menschen erfroren sein. Meteorologen gehen von einem länger anhaltenden Wintereinbruch aus.

"Es herrscht verkehrte Wetterwelt", sagt der Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst. Während es im Norden Grönlands kurzfristig sogar zu tauen begann, stöhnt Mitteleuropa unter einer Kältewelle. Über Osteuropa kommend lassen die Luftmassen der sibirischen Arktis den Kontinent bibbern. Wetterexperten nennen dieses Phänomen die "Russenpeitsche". Sie könnte uns noch geraume Zeit im Griff haben. Zumindest deuten für den Meteorologen Kirchhübel viele Signale auf einen "langandauernden Wintereinbruch" hin.

Unterdessen hinterlassen die eisigen Temperaturen in ganz Europa ihre Spuren. Mindestens 24 Menschen starben in Europa in den letzten Tagen infolge der Minusgrade. Besonders betroffen sind Obdachlose. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe spricht von vier Kältetoten in Deutschland. Auch auf den Verkehr hat das Eiswetter Auswirkungen. So kam es am Dienstag auf der A24 glättebedingt zu einer Massenkarambolage mit etwa 30 Fahrzeugen. Ein Mann musste ins Krankenhaus, 15 Menschen wurden leicht verletzt. Die Bilder und mehr Informationen zur Kältewelle sehen Sie im Video.
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