Terror: Polizist stirbt nach Geiselnahme in Südfrankreich

Terroranschlag im Supermarkt: Ein Polizist ließ sich freiwillig gegen Geiseln austauschen – nun erlag der mutige Mann im Krankenhaus seinen Schussverletzungen.


Der Anschlag passierte am Freitag in Südfrankreich, wo ein 26-Jähriger zunächst in der Stadt Carcassonne einen Menschen erschoss und weitere verletzte. Anschließend floh der Täter in die nahegelegene Kleinstadt Trèbes, wo er sich mit Geiseln in einem Supermarkt verschanzte. Der getötete Polizist war 45 Jahre alt, Oberstleutnant der Gendarmerie und mit seiner Einheit vor Ort im Einsatz. Freiwillig ging er im Tausch gegen die letzte Geisel in den Supermarkt. Dort wurde er vom Täter schwer verletzt, bevor eine Spezialeinheit der Nationalgendarmerie das Gebäude stürmte und den Terroristen selber erschoss. Für den Polizisten kam die Rettung zu spät: Er starb in der Nacht zu Samstag im Krankenhaus. Damit ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen.

Die Umstände der Tat sind noch nicht vollständig geklärt: Über eine vorangegangene Radikalisierung des noch jungen Täters ist nichts bekannt, er soll plötzlich gehandelt haben. Seine Forderungen allerdings sprechen für einen islamistischen Hintergrund – mehr dazu im Video.
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