US-Kongress: Zuckerberg übernimmt Verantwortung für Daten-Eklat

Der Facebook-Chef muss sich nach einer Vorladung hitzigen Fragen stellen. Dabei zeigt er sich gut vorbereitet: Eine Spickzettel soll ihm helfen, nicht zu stark ins Schwitzen zu kommen.


Nach dem Bekanntwerden des Skandals über die ungenehmigte Weitergabe von persönlichen Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern an das Unternehmen Cambridge Analytica musste Zuckerberg die erste Anhörung vor dem US-Senat hinter sich bringen. Dabei räumte der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Social Media-Plattform Facebook große Fehler ein und übernahm die volle Verantwortung. Es sei grundsätzlich zu spät und unzureichend beim Thema Datenschutz reagiert worden.

Zuckerberg würde dafür sorgen, so versprach er, dass keine Personendaten mehr unrechtmäßig weitergeleitet würden. Diese Verantwortung gelte auch für Themen wie die Einmischung anderer Nationen in Wahlkämpfe, Hatespeech oder Falschmeldungen. Auch das Abstellen personalisierter Werbeanzeigen, die auf den Informationen der Nutzer basieren, wurde vom Senat angesprochen.

Auf die insgesamt fünfstündige Befragung hatte sich Zuckerberg im Vorfeld intensiv vorbereitet. Ein Foto seines mehrseitigen Spickzettels enthüllt, dass sich der Facebook-Chef für noch brisantere Fragen – beispielsweise seinen Rücktritt – gewappnet hatte. Diese Frage blieb ihm jedoch erspart. In seiner Spickzettel-Antwort schien ein Rücktritt ohnehin keine Option zu sein. Man habe in Vergangenheit bereits Probleme lösen können und werde das auch in Zukunft schaffen. Trotz aller Vorbereitung ist Zuckerberg im Video die Nervosität sichtlich anzusehen.

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