Drohender Handelskrieg zwischen USA und Europa

Macht Donald Trump jetzt wirklich Ernst? Ab dem morgigen Freitag (01.06.) könnten US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium für EU-Hersteller gelten.

Noch ist es nicht endgültig, jedoch scheint die USA von ihrem Vorhaben kaum mehr abzubringen zu sein, Importzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus der EU zu verhängen. Die Regeln für den Welthandel sind nach Ansicht von US-Handelsminister Wilbur Ross nicht mehr zeitgemäß und müssten grundlegend erneuert werden. Am 23. März hatte US-Präsident Trump Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahlimporte und 10 Prozent auf Aluminiumeinfuhren angeordnet.

Die Antwort der EU könnten Gegenzölle sein. So hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström bereits 332 US-Produkte auf eine Liste für mögliche Vergeltungsmaßnahmen gesetzt und bei der WTO eingereicht – darunter Produkte wie Levi's-Jeans, Bourbon, Erdnussbutter oder Motorräder von Harley Davidson. Die USA könnte als Reaktion darauf weitere Zölle erheben. DIHK-Präsident Eric Schweitzer befürchtet eine „Endlos-Spirale".

Die möglichen Einfuhrzölle wären für Deutschland als Exportnation besonders gravierend. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht „Arbeitsplätze und Wohlstand in Europa und den USA gleichermaßen gefährde(t)". Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betrachtet die starre Haltung der USA ebenfalls mit Sorge: "Alle Seiten verlieren bei einem Handelskrieg."

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