Mindestens 22 Tote bei Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua

Bei dem Unglück im Norden Italiens ist ein gut 100 Meter langes Teilstück der zur A10 gehörenden Morandi-Brücke in Folge eines schweren Unwetters eingestürzt.


Die etwa einen Kilometer lange Autobahnbrücke befindet sich zwischen dem Hafen und dem Flughafen Genuas. Bei dem Einsturz der vierspurigen Brücke am heutigen Dienstag sind rund 20 Autos in die Tiefe gestürzt. Laut Feuerwehrangaben fielen die Trümmer der Brücke aus rund vierzig Metern Höhe auf darunter liegende Häuser. Ein Augenzeuge spricht von einer "apokalyptische Szene".

Nach bisherigen Angaben haben mindestens 22 Menschen ihr Leben verloren. Vier Schwerverletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. 200 Einsatzkräfte sind vor Ort und suchen mit Spürhunden nach weiteren Verunglückten. Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli bezeichnete den Einsturz der Autobahnbrücke als "entsetzliche Tragödie" und brachte seine Anteilnahme zum Ausdruck. Nach Angaben des Autobahn-Betreibers seien vor dem Einsturz Strukturarbeiten durchgeführt worden. Das Fundament der Brücke, die in den 1960er-Jahren gebaut worden war, sollte gestärkt werden.
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