Erstmalig: Transgender-Frau gewinnt US-Gouverneursvorwahlen

Christine Hallquist will Regierungschefin des Staats Vermont werden. Ihre Nominierung als Spitzenkandidatin der Demokraten gilt als historisch.


Die Unternehmerin Christine Hallquist (62) konnte sich bei den Vorwahlen der Partei mit 48,3 Prozent gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. Hallquist war zuvor Chefin des Energieunternehmens Vermont Electricity Coop. 2015 begann ihre Geschlechtsanpassung vom Mann zur Frau. Verbände, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzen, bezeichneten die Nominierung als "historisch". Hallquist selbst sagte: "Ich bin stolz, die Person zu sein, die dem Land helfen kann, seinen moralischen Kompass zu erweitern."

Die Demokraten schicken damit im Bundesstaat Vermont als erste große Partei in den USA eine Transgender-Frau als Spitzenkandidatin für ein Gouverneursamt ins Rennen. Das Amt eines Gouverneurs ist vergleichbar mit dem Amt eines Ministerpräsidenten. Ob Hallquist die Wahl zum Gouverneur im November am Ende wirklich für sich entscheiden wird, bleibt offen. Zumindest gilt der Bundesstaat Vermont im Nordosten der USA als liberal und fortschrittlich.
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