"Florence" trifft die Küste und fordert erste Todesopfer

Wirbelsturm "Florence" hat die Südostküste der USA erreicht und bringt Chaos und Verwüstung: Ein erster Zwischenstand.



Bislang leiden vor allem North und South Carolina unter der Naturgewalt des Sturms "Florence". Am Freitag traf der Hurrikan auf die Küste – und das mit aller Gewalt. Die Küstenstadt Wilmington war eine der ersten, die von "Florence" überwältigt wurden. Der Sturm verwüstet Straßen, knickt Bäume um und zerstört Häuser. Es ist ebenfalls die Stadt Wilmington, die bereits die ersten Todesopfer beklagt: Eine Mutter und ihr Kleinkind wurden in ihrem Zuhause getötet, als ein Baum auf das Haus stürzte. Es ist allerdings zu befürchten, dass es nicht bei zwei Opfern bleibt.

Denn auch wenn "Florence" mittlerweile auf die Kategorie 1, die niedrigste Stufe für einen Wirbelsturm, herabgestuft wurde, gibt es von offizieller Seite keineswegs Entwarnung. "Ich möchte betonen, dass dies erst der Anfang ist", warnt ein Sprecher der FEMA, der nationalen Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe. Denn "Florence" bewegt sich sehr langsam. Nachdem der Sturm am Freitag das Festland erreichte, geht man bei der FEMA davon aus, dass sich das Zentrum des Hurrikans noch mindestens 24, möglicherweise aber auch bis zu 36 Stunden über der Küstenregion von North Carolina und South Carolina halten und mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde durch die Städte und kleineren Orte fegen wird.

Neben zerstörerischen Windstärken bringt der Wirbelsturm auch große Wassermengen mit sich: Es regnet heftig und die Pegel der Flüsse in North und South Carolina steigen unaufhaltsam. Man geht davon aus, dass sie in den nächsten Tagen nie dagewesene Höhen erreichen könnten. Im Ort New Bern nördlich von Wilmington in North Carolina ist das dramatisch zu spüren: Das Wasser ist hier bereits über die Ufer getreten und Hunderte von Menschen mussten aus ihren überfluteten Häusern gerettet werden.
Auch wer nicht am Wasser wohnt, hat mit den Folgen von "Florence" schon zu kämpfen: Hunderttausende Haushalte sind bereits ohne Strom, ein Ende ist noch nicht in Sicht. Eindrücke des Sturms in North Carolina sind im Video zu sehen.
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