Verheerender Tsunami: 6 Meter hohe Welle tötet über Tausend Menschen

Indonesien im Ausnahmezustand: Noch weiß niemand, wie schlimm die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe auf der Insel Sulawesi ist. Allein 400 Opfer wurden in der Küstenstadt Palu bereits geborgen.


Die Menschen sind unter Schlamm und Trümmern verschüttet. Es gelang den Helfern auch nach mehr als 36 Stunden noch nicht, zu allen Orten an der Küste vorzudringen. Kritik wird laut, das Tsunami-Warnsystem habe nicht einwandfrei funktioniert. Indonesiens Vizepräsident Jusuf Kalla schätzte, dass es Tausende Tote geben könne. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde sollen keine Deutschen unter den Opfern sein. Es werde jedoch unter anderem nach drei Franzosen gesucht.

Meterhohe Welle überrascht Festivalbesucher
Die Flutwelle soll bis zu sechs Meter hoch gewesen sein, als sie am Freitag auf die Küste traf. Eine Handy-Aufnahme aus Palu zeigt, wie die mächtige Welle auf die Küste zurollt und Menschen, Boote, Autos und ganze Häuser mit sich reißt. Das Video verbreitete sich rasend schnell im Internet. Viele Menschen hielten sich am Strand auf, wo ein Festival geplant war. Zahlreiche Gebäude sind schwer beschädigt, unter anderem eine Moschee und ein Einkaufszentrum am Meer. Aus den Trümmern sind immer noch Stimmen zu hören. Die Helfer beklagen das Fehlen geeigneter Bergungsgeräte.

Es gab keine Sirenen
Die meisten Menschen wurden von der Flutwelle überrascht, da Indonesiens Warnsystem nicht ausreichend funktionierte. Das nationale Zentrum für Meteorologie und Geophysik hatte zwar eine Tsunami-Warnung herausgegeben, hob sie jedoch nach einer halben Stunde wieder auf. Es gab keine Sirene. Die Menschen waren sich der Gefahr nicht bewusst und konnten sich nicht in Sicherheit bringen.

Die Lage am Sonntag
Es gibt immer noch keinen Strom auf der Insel, die Handynetze funktionierten nur gelegentlich. Der Flughafen ist wieder geöffnet, Hilfsgüter können eingeflogen werden. Nach Schätzungen herrschen möglicherweise im Norden noch viel schlimmere Zustände. Da Straßen und Kommunikationsleitungen zerstört sind, können die Helfer nicht in das Gebiet ums Zentrum des Bebens vordringen.
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