Brasilien will seine Botschaft nach Jerusalem verlegen

Der zukünftige Präsident Brasiliens Jair Bolsonaro kündigt einen außenpolitischen Akzent im Geiste Donald Trumps an – natürlich über Twitter.



Der designierte Staatspräsident von Brasilien wird am 1. Januar 2019 sein Amt als Nachfolger von Michel Temer antreten. Aber bereits jetzt beginnt der rechtskonservative Bolsonaro damit, seine Wahlversprechen umzusetzen. So kündigte er in einem Tweet an, er wolle die Botschaft Brasiliens künftig von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen lassen. Israel sei ein souveräner Staat, den sein Land respektiere, erklärte Bolsonaro. Außerdem erwarte er in naher Zukunft keine erneuten Spannungen und sehe kein Problem mit dieser Entscheidung, begründete seinen umstrittenen Vorstoß.

„Wir wollen damit keine Staubwolken aufwirbeln, die den Gesprächen, die wir mit dem Rest der Welt führen, schaden. Der Staat Israel weiß, dass wir ihm und dem arabischen Volk Respekt entgegenbringen und wir werden diese Angelegenheit lösen," behauptete der angehende brasilianische Präsident in einem Interview.

Benjamin Netanyahu zeigt sich erfreut

Der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanyahu, zeigte sich sehr erfreut. Er nannte diese Entscheidung einen wichtigen, historischen und aufregenden Schritt Brasiliens. Nach den USA und Guatemala wäre Brasilien der dritte Staat, der seine Botschaft nach Jerusalem verlegt. Jerusalem gilt weiterhin als ein wichtiger Streitpunkt im Friedensgespräch zwischen Israel und Palästina.
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