Mazedoniens Ex-Premier angeblich nach Ungarn geflüchtet

Der ehemalige Regierungschef von Mazedonien hatte vor kurzem Asyl in Ungarn beantragt und soll sich nun einer Gefängnisstrafe durch Flucht ins Ausland entzogen haben.



"Ich bin jetzt in Budapest und habe bei den ungarischen Behörden politisches Asyl beantragt", schreib der Ex-Premier Mazedoniens nur Stunden nach seiner Flucht auf Facebook. In seiner Heimat wird Nikola Gruevski mit Haftbefehl gesucht. Jahrelang hatte er über sein Land autoritär geherrscht und seine Bürger ausspionieren lassen, mittlerweile sind gegen ihn mehrere Verfahren wegen Korruption und Amtsmissbrauchs anhängig.

Unterschlupf bei Viktor Orban

Jetzt ist der Ex-Premier Mazedoniens zu seinem Freund Viktor Orban, dem ungarischen Ministerpräsidenten, nach Budapest geflohen. Tags zuvor ließ das mazedonische Innenministerium Gruevski zur Fahndung ausschreiben, nachdem dieser nicht zu seinem Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt in Skopje erschienen war.

Unklar ist noch, wie Gruevski ohne Papiere aus Mazedonien ausreisen konnte. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte der Politiker seine Reisedokumente abgeben müssen, als die juristischen Verfahren gegen ihn eingeleitet wurden.
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