Hämische Tweets auf Trumps Ratschläge

US-Präsident Donald Trump kritisierte das Forstmanagement in Kalifornien scharf und führte Finnland als lobendes Beispiel an. Die Antwort auf seine überraschenden Bemerkungen zu den Waldbränden in Kalifornien folgte prompt auf Twitter, wo eine Welle hämischer Beiträge losbrach.



Der Präsident der Vereinigten Staaten hatte vor kurzem ein Gebiet besucht, das von den verheerenden Bränden im Norden und Süden des Bundesstaates besonders schwer heimgesucht wurde, bei denen zahlreiche Menschen getötet oder verletzt und ganze Ortschaften komplett zerstört wurden.

Finnisches Erfolgsrezept „rechen und aufräumen"

In Anbetracht der enormen Zerstörung der Waldbrände hatte Trump vor allem die US-amerikanische Forstwirtschaft kritisiert und im Gegensatz dazu Finnland als positives Beispiel angeführt. Dort würden die Menschen viel Zeit mit dem „Rechen und Aufräumen" ihrer Wälder verbringen und damit erfolgreich Bränden vorbeugen. „Ich habe mich mit dem Präsidenten von Finnland getroffen und er nannte sein Land eine Wald-Nation. Man investiert dort eine Menge Zeit in das Rechen und Säubern und andere Dinge und man hat dort keine Probleme. Das ist nur eine Kleinigkeit. Alle versuchen es zu lösen", erklärte Trump.

Sein ausdrückliches Lob für die finnische Forstwirtschaft wurde von allen Seiten sehr skeptisch aufgenommen. Auch im hohen Norden Europas können nur wenige etwas mit dem unerwarteten Kompliment aus Übersee anfangen. Sauli Niinistö, der finnische Präsident, erklärte beispielsweise, er könne sich nicht daran erinnern, Trump gegenüber jemals die finnische Försterei erwähnt zu haben.

Die Finnen nehmen es mit Humor

Zahlreiche Finnen zeigen sich unterdessen sehr belustigt über den amerikanischen Präsidenten und nahmen die Sache mit Humor. Sie präsentierten sich auf Twitter mit Harke und Rechen in ihrem Garten und witzelten über Trumps Kommentar.

Unterdessen dauern die Waldbrände in Kalifornien weiter an. Mehr als 70 Menschen verloren ihr Leben und um die 1.000 werden immer noch vermisst. Die so genannten 'camp fires' in diesem Jahr sind die heftigsten in der kalifornischen Geschichte.
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