Spende per EC-Karte: Duisburger Kirche testet digitale Kollekte

Ab Sonntag können Gottesdienstbesucher in einer Duisburger Kirche erstmals per digitalem Kollektenkorb spenden - durch Auflegen einer EC- oder Kreditkarte.


„Menschen haben oftmals gar kein Geld mehr dabei", erklärt Martin Winterberg, Pfarrer der evangelischen Salvatorkirche in Duisburg. Die Kirche möchte daher die Möglichkeit bieten, per Karte zu spenden. „Ich glaube, dass es von vielen Jüngeren sehr positiv aufgenommen werden wird", so der Pfarrer.

Für den digitalen Kollektenkorb werden die sogenannten NFC- und TOPP-Techniken verwendet. Es genügt, die Karte nur vor das Lesegerät zu halten – ohne Unterschrift oder Eingabe einer PIN. Zwischen sechs verschiedenen Beträgen zwischen zwei und 25 Euro können die Kirchgänger auswählen. Der Kollektenkorb aus Kunststoff nimmt aber auch nach wie vor Münzen und Scheine.

In der Vergangenheit wurden bereits fest installierte EC-Kartenterminals in zahlreichen deutschen Kirchen getestet. Die Eingabe einer individuellen Summe sowie die Eingabe des PIN hemmten jedoch die Spendenbereitschaft. Mit dem digitalen Kollektenkorb soll diese Hemmschwelle nun überwunden werden.

Fünf Prototypen des digitalen Klingelbeutels sollen im Juni auch auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund zum Einsatz kommen. In insgesamt 30 Gemeinden in ganz Deutschland soll die Technologie getestet werden.

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