London: Aale haben ein gefährliches Kokain-Problem

Eine Überwachungsstation stellt bedenkliche Werte des Rauschgiftes in der Themse fest.

Nirgendwo sonst in Europa ist der Kokain-Konsum so hoch wie in London. Nach Cannabis ist Kokain die am meisten konsumierte Droge: 875 000 Briten sollen das Rauschgift 2018 zu sich genommen haben.

Der hohe Kokain-Konsum der Londoner ist auch für die Tiere in der Themse gefährlich. Denn Rückstände der Droge gelangen durch den Urin der Kokain-Konsumenten in das Gewässer. Bei einer Überwachungsstation in der Nähe des britischen Parlaments wurden nun hohe Werte des Rauschgiftes im Wasser gemessen.

Die in der Themse lebenden Aale kommen in direkten Kontakt mit der Droge, die sich bei den Tieren im Gehirn, den Kiemen und Muskeln ablagern. Die Muskelzellen schwellen an und zerfallen schließlich. Die Aale leiden außerdem unter hohem Stress und Hyperaktivität. Zur Fortpflanzung schwimmen die Tiere zwischen April und Oktober bis zu 7000 Kilometer zum offenen Meer. In ihrem gestressten Zustand können sich die ohnehin vom Aussterben bedrohten Aale die nötigen Fettreserven für die lange Reise jedoch nicht anfressen und sterben.

Der Kokaingehalt in der Themse ist kein neues Problem. Es wurden bereits spezielle Maßnahmen getroffen, um das Rauschmittel aus dem Wasser zu entfernen. Leider erfolglos, wie die neue Messung nun zeigt.

Wie sich Kokain auf den Menschen auswirkt, zeigt das folgende Video.

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